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Precision farming

Die nächste Generation: 9 Argumente für den überarbeiteten N-Sensor 2

Yara-N-Sensor-Agricon-ALS2
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Karl Bockholt, agrarheute
am
16.10.2018

Weniger Gewicht, mehrere Einzelköpfe fürs Gestänge und variable Schräg- und Senkrechtmessung – der Yara N-Sensor ALS 2 bietet etliche Neuerungen.

In einem Webinar von Agricon im sächsischen Ostrau wurde der neue Yara N-Sensor ALS 2 heute vorgestellt. Geschäftsführer Peer Leithold und Entwicklungsleiter Ben Bretschneider betitelten das System als künftigen Maßstab im digitalen Pflanzenbau.

Das überarbeitete Gerät des norwegischen Düngerkonzerns wird in Deutschland und Osteuropa weiter von Sachsen aus vertrieben. Es ist ab November erhältlich. Diese Gründe sprechen für das Gerät:

1.) Rund 6.000 Euro günstiger

Die Kosten zur Herstellung sind im Vergleich zum Vorgängermodell um 6.000 Euro gesenkt. Das Geld sollen die Kunden künftig sparen. Bisher nutzen mehr als 700 Landwirte in Europa das System zum sensorgestützten Pflanzenbau. 1.600 sind es weltweit.

2.) Messköpfe flexibel zu montieren

Die modulare Bauweise und das abgesenkte Gewicht ermöglichen es, das System jetzt auch auf Anbaugeräte zu schrauben. Zusätzliche Messköpfe lassen sich dazu abnehmen und ans Gestänge von pneumatischen Düngerstreuern oder  Feldspritzen montieren. Mit bis zu acht Messköpfen lässt sich der Messbereich vergrößern. Sie müssen aber jeweils kalibriert werden.

3.) Auch bei Tau einzusetzen

Bisher störte der Tau wie ein Spiegel die aktiven Messungen im Feld. Jetzt werden neue Wellenlängen genutzt und es gibt keine Verfälschungen mehr. Der überarbeitete Sensor lässt sich so weitgehend unabhängig von der Witterung sowie rund um die Uhr einsetzen.

4.) LED statt Xenon

ALS heißt aktive Lichtquelle. Wurden bisher Xenon-Blitzlampen eingesetzt, kommen nun günstigere LED-Leuchten zum Einsatz. Sie sind langlebiger und tragen ihren Teil dazu bei, das Gewicht zu verringern und das Gerät leichter anzubauen. Der neue Sensor wiegt nur noch die Hälfte seines Vorgängers.

5.) Senkrecht messen klappt

Die Schrägmessung des Pflanzenbestandes ist enorm wichtig. Die variable Ausrichtung der Sensorköpfe macht nun auch eine Senkrechtmessung möglich. Damit erschließt der Yara N-Sensor ALS 2 zusätzliche Anwendungsbereiche, meint Drita Parduzi, Managerin für digitale Lösungen von Yara Digital Farming. Das neue System ist jetzt auch für Versuchsparzellen oder in Sonderkulturen mit geringen Arbeitsbreiten geeignet.

6.) Dokumentation aus einem Guß möglich

Der Yara N-Sensor ALS 2 bringt laut Anbieter in aller Regel gesteigerte Erträge. Gleichzeitig werden Umwelteinwirkungen durch Dünge- oder Pflanzenschutzmittel auf ein Minimum abgesenkt.

Intelligente Algorithmen halten gesetzliche Vorgaben, etwa die Stickstoffobergrenze zur Düngeverordnung, automatisch ein. Das bewahrt vor Anwendungsfehlern. Auch die Joberstellung mit Arbeitsaufträgen lässt sich wahlweise über das agriPort (Cloud) erstellen.

7.) Aktuelle Software bietet mehr

Mit der Software AgriOS PF (Precision Farming) Box 4.5 sind vier Grund- und zwei Einsatz- oder Anwendungsmodi möglich. Neu ist die Zielwert-Ausbringung als Regelfunktion. Fürs Düngen gibt es weiter 20, für Wachstumsregler 48, für Fungizide über 700 und für Sikkation aktuell drei Regelfunktionen.

8.) Für viele Geräte kompatibel

Nach Angaben von Agricon passt die Hardware des überarbeiteten Sensors für alle wichtigen Typen von Feldspritzen und Düngerstreuern aus der Industrie. Die Kunden sollen bei Geräten, die ab Werk damit bestückt sind, weiter von Agricon betreut werden.

9.) Image beim Düngen und Spritzen verbessern

Das öffentliche Image der Landwirtschaft lässt sich durch die überarbeitete Sensortechnik verbessern. Der Pflanzenbau basiert damit auf transparenten, agronomischen Algorithmen. Das soll helfen, die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern.

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