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Getreide-Saatgut

Neonicotinoide Beizen ab jetzt dauerhaft verboten

AgE/agrarheute
am
25.07.2016

Nun ist es endgültig: Der Handel und die Aussaat von Wintergetreidesaatgut mit neonikotinoiden Beizen ist nun in Deutschland ausnahmslos verboten. Damit wird die EU-Regelung verschärft.

Für einen besseren Bienenschutz hat das Ministerium nun Saatgut von Wintergetreide, das mit den Neonicotinoiden Clothianidin, Imidacloprid oder Thiamethoxam behandelt wurde, in Deutschland ausnahmslos verboten. In Deutschland selbst war eine Saatgutbehandlung mit diesen Insektiziden bereits untersagt. Mit der Neuregelung wird nun auch die Einfuhr von solchem Saatgut und dessen Aussaat verboten.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt unterzeichnete am vergangenen Freitag die entsprechende „Verordnung über das Inverkehrbringen und die Aussaat von mit bestimmten Pflanzenschutzmitteln behandeltem Saatgut“. Damit stärke er den Bienenschutz, betonte der Ressortchef.

Bienen vor neonicotinhaltigem Staub schützen

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium erläuterte, werden die Bienen mit der neuen Verordnung dauerhaft vor neonikotinoidhaltigem Staub geschützt, der bei der Aussaat von mit Neonikotinoiden behandeltem Wintergetreide entstehen könne. Die Verordnung entspreche der Eilverordnung des Ministers aus dem Sommer 2015 und verschärfe die EU-Regeln langfristig.

„Der Schutz der Bienen liegt mir besonders am Herzen, denn ihr Wert für die Natur und die Menschen ist enorm“, sagte Schmidt. Rund 80 % der heimischen Pflanzenmüssten bestäubt werden, „damit wir Obst und Gemüse ernten können“. Deshalb kämpfe er schon lange für den Bienenschutz, so der Minister.

Nach der Ernte ist vor der Ernte: Aussaat

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