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Neue Pflanzenschutzmittel für den Getreide-, Mais, und Kartoffelanbau

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Anne Ehnts, agrarheute
am
20.04.2018

Für den Getreideanbau führt Bayer ein neues Fungizid ein und erwartet die Zulassung für zwei Herbizide. Für den Maisanbau stehen jetzt ein zusätzliches Herbizid und für den Kartoffelanbauer ein neues Fungizid zur Verfügung.

Gegen Septoria tritici und Ackerfuchsschwanz in Getreide

Das Fungizid Ascra Xpro enthält neben Prothioconazole und Bixafen den Wirkstoff Fluopyram. Der funktioniert als Succinatdehydrogenase-Hemmer (SDHI) und soll laut Hersteller die Wirksamkeit gegen Septoria tritici, DTR und Mehltau in Weizen sowie gegen Netzflecken, Mehltau und Rhynchosporium in Gerste verbessern. Vor allem soll die Kurativwirkung gegen Septoria tritici ausgeprägter sein. Zudem zeige Fluopyram keine vollständige Kreuzresistenz mit den SDHIs aus der Gruppe der Carboxamide und bringe deshalb Vorteile beim Resistenzmanagement.

Für das Herbizid Atlantis Flex wird die Zulassung noch erwartet. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung mit den Wirkstoffen Mesosulfuron und Propoxycarbazone. Neben Ackerfuchsschwanz sollen sich damit wichtige Gräser-Arten wie Gemeiner Windhalm, Rispen- und Trespenarten, Weidelgras sowie Flughafer im Frühjahr kontrollieren lassen. Es soll in Winterweizen, Hartweizen, Winterroggen, Wintertriticale sowie Dinkel zum Einsatz kommen.

Muss der Landwirt im Herbst nochmal nachlegen gegen die genannten Ungräser und auch Unkräuter, bietet Bayer auch hier, vorausgesetzt die noch erwartete Zulassung kommt, ein neues Mittel. Liberator Pro kombiniert mit Flufenacet, Diflufenican und Metribuzin drei bodenwirksame Aktivstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen. Es wirkt laut Hersteller besser gegen Ackerfuchsschwanz im Vor- und im Nachauflauf. Zudem soll es wichtige Ungräser kontrollieren und Unkräuter wie Kornblume, Kamille-Arten oder Ausfallraps im Getreide.

Gegen Ungräser und Unkräuter im Mais

Ein neues Produkt gegen Ungräser und Unkräuter im Mais ist das Herbizid Adengo. Mit den Wirkstoffen Isoxaflutole und Thiencarbazone-Methyl wirkt es laut Hersteller breit und lässt sich im Vor- wie im Nachauflauf (bis ES 13) einsetzen. Die Bodenwirkung beim Einsatz im Vorauflauf sei besonders hoch. In Regionen mit Beschränkungen für Terbutylazin kann das Mittel eine Alternative sein. Zudem eignet es sich als Vorlage in Spritzfolgen mit Nachauflaufherbiziden, etwa bei starkem Hirsedruck.

Gegen Rhizoctonia solani in der Kartoffel

Durch die Kombination von Prothiconazole mit dem neuen Wirkstoff Penflufen soll das neue Kartoffelfungizid Emesto Silver dem Landwirt bei der kontrollierten Bekämpfung von Rhizoctonia solani helfen und so Pflanzenauflauf, Erträge und Knollenqualität sichern. Es kann laut Hersteller vor dem Legen der Kartoffeln als Rollenbandanwendung sowie während des Legens als Furchenbehandlung eingesetzt werden. Wobei die Zulassung für die Furchenbehandlung noch erwartet wird.

Mit Material von Bayer CropScience
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