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Getreide

Neue Statistik: Mehr Winter-, weniger Sommergetreide

© Brigitte Maria/aboutpixel
von , am
30.05.2013

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt feststellt, sind die Aussaatflächen für die diesjährige Winter-Ernte um acht Prozent gestiegen. Aussaatflächen für Sommergetreide sind zurückgegangen.

CBoT: Der Weizen legt auf dem Mai-Termin 8,25 Cent auf 507,25 Cent je Bushel zu. © Mühlhausen/landpixel
Die im Herbst 2012 mit Wintergetreide bestellten Flächen sind nur in geringem Umfang von Auswinterungsschäden betroffen. Entsprechend sind die Aussaatflächen zur Ernte 2013 für Winterweizen, Wintergerste, Roggen und Triticale im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen (+ acht Prozent).
 
Im Gegensatz dazu gingen die Aussaatflächen für Sommergetreide deutlich zurück (- 41 Prozent). Grund dafür waren besonders große Flächen an Sommerkulturen im Erntejahr 2012: Starke Auswinterungsschäden im Winter 2011/2012 hatten zu einem erheblichen Rückgang der Anbauflächen für Winterkulturen zur Ernte 2012 geführt. Die betroffenen Flächen wurden stattdessen im Jahr 2012 größtenteils umgebrochen und mit Frühjahrssaaten bestellt. 

Aussaatfläche aller Wintergetreidearten steigt

Bei der Aussaatfläche von Wintergetreide zur Ernte 2013 ist vor allem die Fläche an Wintergerste gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen, und zwar um knapp 13 Prozent auf 1,23 Millionen Hektar. Den größten Zuwachs gab es in Hessen (+ 37 Prozent) und in Baden-Württemberg (+ 30 Prozent). Die Anbaufläche der anbaustärksten Getreideart, Winterweizen, nahm gegenüber 2012 um fast sieben Prozent auf 3,08 Millionen Hektar zu. Damit erreicht die wichtigste Getreideart fast wieder den Anbauumfang des Erntejahres 2011.
 
 
Die größte Aussaatfläche von Winterweizen zur Ernte 2013 hat Bayern mit 523.500 Hektar, gefolgt von Niedersachsen (378.300 Hektar) und Sachsen-Anhalt (326.700 Hektar). Roggen und Wintermenggetreide stehen 2013 auf einer Fläche von gut 778.700 Hektar, das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aussaat von Triticale (Winterweizen-Roggen-Kreuzung) stieg um acht Prozent und wird damit auf insgesamt 400.700 Hektar angebaut.

Einbruch der Anbaufläche für Sommergerste

Bei den Sommergetreidearten ging die Anbaufläche von Sommerweizen am stärksten zurück und zwar um fast 70 Prozent auf 48.100 Hektar. Die Fläche verringerte sich in allen Bundesländern bis auf Schleswig-Holstein. Die Sommergerste nimmt zur Ernte 2013 eine Fläche von 355.900 Hektar ein, das sind gut 39 Prozent weniger als im Vorjahr. Hafer steht auf einer Fläche von etwa 126.800 Hektar (- 13 Prozent gegenüber 2012).
Alle Angaben zu den Aussaatflächen beruhen auf den Mitteilungen einer begrenzten Anzahl von Ernte- und Betriebsberichterstattern in den Bundesländern von Mitte April 2013. Daher sind die Ergebnisse als vorläufige Anbautendenzen zu bewerten, die sich von den Angaben der Bodennutzungshaupterhebung im Juli 2013 unterscheiden können.
 
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