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Getreide

Neuer USDA-Report stützt Weizenpreise

© Mühlhausen/landpixel
von , am
13.10.2014

Der neue USDA-Report stützt überraschenderweise die Weizenpreise. Sowohl in Europa als auch in den USA kletterten sie nach oben.

Der Weizenpreis sank nochmal um 2 Euro je Tonne. © Mühlhausen/landpixel
Die Weizenpreise haben vom neuem USDA-Report überraschend Unterstützung bekommen. Sowohl in Europa als auch in den USA kletterten die Weizenpreise nach oben, auch wenn die Kurse in Europa nicht ganz so kräftig gestiegen sind wie in den USA. Eine Ursache für den Preisanstieg beim Chicago-Weizen war die Abwärtskorrektur der US-Endbestände. Noch deutlicher wurden vom USDA jedoch die globalen Endbestände beim Weizen nach unten gesetzt. Dabei hatte das USDA auch die globale Weizenernte auf ein neues Rekordniveau nach oben korrigiert. Dahinter standen Aufwärtskorrekturen der Erntemengen in der Europäischen Union sowie in der Ukraine. Die erwartete Ernte in Russland ließ das USDA hingegen ebenso unverändert wie die Weizenproduktion in den USA, in Indien und in China. Leicht nach unten korrigiert wurden die Ernten für Kanada, Australien und Argentinien.
 
Gleichzeitig haben die niedrigen Weizenpreise jedoch auch den Verbrauch auf ein neues Rekordhoch angekurbelt und auch die Exportnachfrage fällt größer aus als bislang erwartet. Insbesondere die Ausfuhren der Europäer wurden vom USDA kräftig nach oben gesetzt und die EU-Länder werden damit im neuen Wirtschaftsjahr zum größten globalen Exporteur. Damit stützen die neuen Daten des USDA zum globalen Weizenmarkt trotz der weiteren Aufwärtskorrektur der Produktion die Weizenpreise.

Weizenpreise: Frankreich verkauft erneut Weizen nach Ägypten

Ende der letzten Woche hat Frankreich zusammen mit Russland eine Exportausschreibung des weltgrößten Importeurs Ägypten gewonnen und 120.000 Tonnen (t) Weizen zu fob-Preisen von 226,44 US-Dollar (USD) bis 229,40 USD/t (181 Euro) verkauft, die Frachtkosten lagen zwischen 14 USD und 17 USD. Gleichzeitig verkauften die Russen 55.000 t Weizen rund 10 USD teurer zu 239,0 USD/t (189 Euro) an die Ägypter, allerdings lagen die russischen Frachtkosten nur bei 10 USD/t.
 
In den ersten fünfzehn Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 wurden nach den Daten der EU-Kommission 7,47 Mio. t Weichweizen (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Größter Einzelexporteur in den ersten fünfzehn Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres ist Frankreich mit einer Ausfuhrmenge von insgesamt 1,99 Mio. t. Die zweitgrößte Liefermenge kommt bislang mit 1,88 Mio. t Weizen aus Deutschland und auf Rang drei liegt Rumänien mit 1,1 Mio. t.

Hintere Weizenpreise steigen kräftig

Die Weizenpreise waren am europäischen Terminmarkt im Verlauf der letzten Woche zweitweise bis auf 162,50 Euro/t gestiegen. Bis zum Donnerstag rutschen die Kurse dann jedoch wieder bis auf 156 Euro nach unten, konnten sich am Ende der Woche jedoch wieder erholen. Im Wochenvergleich haben sich die Preise damit kaum verändert. Am vorigen Freitag (10.10) kostete der Weizen (Novemberkontrakt) am europäischen Terminmarkt 158,75 Euro/t und damit ähnlich viel wie am Freitag (03.10) vor einer Woche (158,50 Euro). Gleichzeitig haben sich die hinteren Termine im Vergleich zur letzten Woche kräftig verteuert. Der Januarkontrakt notierte am Freitag bei 163,0 Euro und damit 5,0 Euro höher als in der Vorwoche (Vw.: 158,0) und der März ging mit 166 Euro aus dem Handel und damit sogar 11 Euro teurer (Vw.: 154,75).
 
In den USA haben die Weizenpreise am letzten Freitag am Terminmarkt nach den neuen USDA-Daten um 1 % zugelegt. Einen Tag zuvor waren die Kurse allerdings um knapp 3 % gefallen. Der Dezembertermin des Chicago-Weizen (SRW) beendete den Handel am Freitag (10.10) bei 144,6 Euro/t (498,4 Ct/bu) und damit in US-Währung (ct/bu) 2,6 Prozent teurer als in der Vorwoche (485,6 Ct) und 2,0 Euro teurer (142,4 Euro). Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Chicago (SRW) am Freitag umgerechnet 149,5 Euro/t (509,4 Ct/bu ) und damit 5,0 Euro mehr als eine Woche zuvor (144,6 Euro).

Mehr über die aktuelle Preisentwicklung beim Weizen erfahren Sie im vollständigen marktkompass-Artikel 'Neue Marktdaten stützen Weizenpreise'...
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