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Pflanzenschutz

Neues Getreidefungizid zugelassen: Weiterer Azol-Wirkstoff erlaubt

Traktor mit Spritze im Feld bei der Behandlung mit Pflanzenschutzmittel
am Donnerstag, 31.10.2019 - 06:13 (Jetzt kommentieren)

Das neue Produkt Revystar mit dem Wirkstoff Mefentrifluconazol erhält als erstes Isopropanol-Azol die Zulassung für Weizen, Gerste und Triticale. Eingeführt werden soll es ab Frühjahr 2020.

Der Wirkstoff Mefentrifluconazol, von BASF Revysol getauft, ist in der EU bis 20.03.2029 genehmigt. Das erste Produkt mit dem Isopropanol-Azol wird in Deutschland zur kommenden Saison vermarktet. Es wird als Soloformulierung und im Mix verfügbar sein. Das Fungizid ist damit das erste zugelassene Präparat seiner Klasse, das bei uns in den Markt eingeführt wird.

Zur Saison 2020 im Angebot

Das Pilzbekämpfungsmittel wirkt gegen Mehltau, Septoria, Gelb- und Braunrost in Weizen, Rhynchosporium-Blattflecken, Netzflecken, Zwergrost und Ramularia in Gerste sowie Septoria, Gelb- und Braunrost in Triticale. Bei wichtigen Pilzkrankheiten entwickeln sich Resistenzen, die immer schwieriger kontrolliert werden können.

Der Aufwand beträgt 1,5 l/ha in 100 bis 300 l Wasser/ha bei maximal zwei Einsätzen. Die Wartezeit liegt bei 35 Tagen. Zu Gewässern ist ein Abstand von 5 m einzuhalten. Der Hersteller empfiehlt Revystar mit 1 l/ha plus Flexity mit 0,5 l/ha, Wirkstoff Metrafenone, als künftigen Ersatz für Capalo.

Zunächst zwei Kombis geplant

Das neue Produkt lässt sich mit weiteren Mitteln kombinieren. Dazu Beispiele von BASF:

  1. Revystar kombiniert mit Flexity: Der Mix ist im frühen Bereich positioniert gegen Fuß- und Blattkrankheiten in Winterweizen und Triticale. Das soll vor frühen Schaderregern schützen.
  2. Revystar kombiniert etwa mit Priaxor: Geplant ist auch ein Mix mit Kundenmarken, um das Fahnenblatt zu behandeln.

 „In der aktuell emotionalen Debatte ist dies eine positive Nachricht für die Landwirte“, sagt Michael Wagner, Geschäftsführer BASF Agricultural Solutions Deutschland. „Die Anbauer stehen vor der Herausforderung, mit einer immer geringeren Produktauswahl zunehmenden Resistenzen zu begegnen. Dieser Rückgang an Mitteln beruht auf immer strengeren Zulassungskriterien und der Herausforderung, neue Wirkstoffe zu finden.“

Mit Material von BASF, ISIP
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