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Getreide

NFU schätzt Weizenernte auf 13,5 Millionen Tonnen

von , am
21.09.2010

London - Die landwirtschaftlichen Betriebe in Großbritannien haben trotz einer Anbauausweitung um rund sechs Prozent auch in diesem Jahr eine nur unterdurchschnittliche Menge an Weizen gedroschen.

© agrarfoto.com

Wie der britische Bauernverband (NFU) mitteilte, deutet die aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern auf eine Weizenproduktion von insgesamt rund 13,5 Millionen Tonnen im Landesteil England hin, was in etwa dem Niveau des Jahres 2009 entsprechen würde. Gemessen am Fünfjahresmittel fehlten rund 400.000 Tonnen.

Ungünstige Witterungsbedingungen

Der NFU-Vorsitzende für Ackerbau, Ian Backhouse, erklärte die schwachen Erträge mit den ungünstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr. In der ersten Jahreshälfte seien die geringsten Niederschlagsmengen seit 80 Jahren verzeichnet worden. Je nach Bodenqualität hätten die Weizenerträge deshalb sehr stark geschwankt, stellte der NFU-Ackerbauexperte fest. Auch bestehe eine größere Variabilität in den Weizenqualitäten aufgrund der Regenfälle Ende August.

Qualitäten sind gut

Insgesamt wird die Qualität der diesjährigen britischen Weizenernte Backhouse zufolge aber als gut beurteilt. Ein Großteil des Brotweizens habe geerntet werden können, bevor der lange Regen eingesetzt habe. Backhouse wies darauf hin, dass den Landwirten erneut signikante Getreidetrocknungskosten entstanden seien. Die Landwirte hofften, dass die höheren Hektolitergewichte die Mindererträge teilweise kompensierten. (AgE)

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