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Getreide

Niedersachsen: Erste Gerste geerntet

© landpixel
von , am
19.07.2013

Hannover - Auf den trockeneren Standorten in Niedersachsen wurde die erste Gerste bereits eingefahren, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Weltweit wird in diesem Jahr eine gute Getreideernte erwartet.

Anfang Juli könnte die Mähdrescher in den Frühdruschgebieten starten. © Mühlhausen/landpixel
In Niedersachsen wächst in diesem Jahr auf gut 790.000 Hektar Getreide, das sind rund 25.000 Hektar mehr als im Vorjahr. Gerste hat daran einen Anteil von etwa 15 Prozent. Auf knapp 126.000 Hektar steht Wintergerste, die an den langen Grannen leicht zu erkennen ist und im Juli die Getreideernte eröffnet. Weizen, Triticale, Roggen und Raps folgen danach.
 
Wie alle landwirtschaftlichen Kulturen startet auch die Gerstenernte durch den langen Winter in diesem Jahr mit gut zehn Tagen Verspätung.

Hoffen auf Wetterglück

Nachdem das Wetter die Landwirte in diesem Jahr schon mehrfach auf die Probe gestellt hat, könnten sie nun Glück haben: Den aktuellen Wetterprognosen zufolge fällt die Gerstenernte in eine Schönwetterperiode mit viel Sonne und ohne Regen. Während viele Familien noch im Urlaub an der Küste oder in den Bergen sind und Schulkinder ihre Ferien im Schwimmbad oder im Zeltlager genießen, wird auf den Getreidefeldern dann die Chance genutzt und bis in die späten Abendstunden hinein gedroschen. Bleibt das Wetter stabil, dann könnte die Gerstenernte in Niedersachsen innerhalb von nur knapp einer Woche abgeschlossen sein.

Die moderne Technik macht`s

Während die Ernte früher auf offenen Mähdreschern mit viel Staub und sengender Hitze verbunden war, ist die Arbeit heute mit modernen Maschinen, die mit Klimaanlage, Radio und oft sogar mit GPS-Technik ausgestattet sind, wesentlich komfortabler. In vielen Fällen wird das Dreschen heute von Lohnunternehmern oder von Maschinenringen übernommen. So können die Maschinen optimal ausgelastet werden, die Anschaffung der neusten Technik macht sich eher bezahlt.

Alle "fiebern" der Ernte entgegen

Weil die Ernte stark vom Wetter und vom Reifegrad der Feldfrucht abhängt, bedeutet sie für alle Beteiligten eine echte Arbeitsspitze. In Schönwetterperioden wird oft so lange gedroschen, bis der erste Tau am Abend den Feuchtegehalt des Getreides steigen lässt. Sobald die Morgensonne die Körner wieder ausreichend hat trocknen lassen, geht es weiter. Trotz langer Arbeitstage und kurzer Nächte "fiebern" besonders Lehrlinge sowie Schüler und Studenten, die sich als Erntehelfer etwas dazuverdienen, geradezu auf die Ernte hin. Sie schätzen die Kombination aus moderner Technik und Teamarbeit, denn am Ende des Tages weiß die Erntemannschaft, was sie geschafft hat.
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