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Herbizidbehandlung

Pflanzenbau-Tipp: Gegen Unkräuter im Getreide vorgehen

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
18.03.2016

Wo sich sonniges, trockenes Wetter einstellt, ist auch der Pflanzenschutz gegen Unkräuter im Getreide in vollem Gange. Auf was es dabei zu achten gilt, lesen Sie hier.

Wo es die Witterung zulässt, gilt es, die günstigen Bedingungen zur Behandlung von Ackerfuchsschwanz im Getreide zu nutzen. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Anfang der Woche ihren Landwirten rät, sollten Nachbehandlungen in Gerste mit 1,2 l/ha Axial + 5 kg/ha SSA jetzt zügig abgeschlossen werden. Mit ansteigenden Temperaturen nimmt die Wirkung deutlich ab. Um Wirkungsverluste zu vermeiden, sollte Axial nicht mit einem weiteren Herbizid gemischt werden.

In Triticale und Weizen kann weiterhin mit Atlantis WG + FHS + 30 l/ha AHL oder 10 kg/ha SSA gegen Fuchsschwanz gearbeitet werden. Durch das AHL oder SSA steigt die Wirksamkeit und Regenfestigkeit an. In Triticale erlaubt die Zulassung max. 300 g/ha + 0,6 l/ha FHS. Im Weizen dürfen ab dem 16. März auf drainierten Flächen volle Aufwandmengen von Atlantis WG mit bis zu 500 g/ha eingesetzt werden.

Da Windhalm noch nicht vollständig aufgelaufen ist, kann mit Behandlungen bzw. Nachbehandlungen noch bis Ende März gewartet werden.

Gerste: Unkräuter vor Wachstumsregler‐Maßnahme ausschalten

Wie die LWK Nordrhein-Westfalen weiter schriebt, sollte die Gerste bis zur ersten Wachstumsregler‐Maßnahme unkrautfrei sein.

  • Geht es nach einer Herbstbehandlung um Klette und Kamille, könne z. B. mit 100 ml/ha Saracen (ähnlich Primus) gearbeitet werden. Vogelmiere, Vergissmeinnicht, Mohn und mäßiger Besatz mit Kornblume und Kamille werden ebenfalls sicher erfasst.
  • Wo ein sehr hoher Besatz an Kamille oder Kornblume vorherrscht, empfehle sich u.a. aus Gründen des Resistenzmanagements der Einsatz von 200 ml/ha Primus Perfekt. Nicht so sicher wie Primus Perfekt gegen Kamille und Kornblume aber mit zusätzlicher Wirkung gegen Storchschnabel, Hundspetersilie und Hundskerbel wirke Pointer Plus mit 50 g/ha.
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