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Getreide

Pflanzenbau-Tipp: Im Weizen Abschlussbehandlung planen

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von , am
01.06.2015

Früh gedrillter Weizen schiebt in Nordrhein-Westfalen langsam die Ähren. Normalsaaten verharren noch in EC 49. Was derzeit an Maßnahmen im Getreide ansteht, erfahren Sie in unserem Pflanzenbautipp.

Beim Winterweizen ist der Gelbrost immer noch ein Probelm. Die Anschlussbehandlung darf nicht verpasst werden. © landpixel
In den meisten Weizenbeständen wird die Blüte erst in 10 bis 14 Tagen beginnen. Frühsaaten dagegen stecken schon im Ährenschieben. Frühsaaten, die keinen Fungizidschutz haben, können nach Niederschlägen, die zum Wochenende gemeldet sind, behandelt werden. Sofern in den letzten 10 Tagen eine Fungizidbehandlung gefahren wurde, besteht keine Eile für die Abschlussbehandlung.
 
 
 
Grundsätzlich sollte die Blühphase abgewartet werden. Erst mit zunehmender Erwärmung wird der Weizen dann schnell in die Blühphase wechseln. Sofern dann Schauer, vor allem als Gewitter auftreten, ist der optimale Termin für eine breite Wirkung erreicht.

Welche Mittel einsetzen?

Wenn zur Blattbehandlung schon Carboxamide eingesetzt wurden, sollte in der Abschlussbehandlung hierauf verzichtet werden, empfiehlt das Pflanzenbauforum ISIP. Osiris mit 2,5 l/ha oder Kombinationen aus 1,5 l/ha Osiris + 0,5 l/ha Prosaro sind dann geeignet. Wenn bis dato nur verhalten Fungizide eingesetzt wurden (ohne Carboxamide), kann zur Abschlussbehandlung auch eine Kombination aus z.B. 0,75 l/ha Skyway Xpro + 1,0 - 1,75 Osiris zum Einsatz kommen.
 
In Mulchsaaten mit Weizen nach Weizen muss Wert auf eine gute DTR Wirkung gelegt werden. Hier-für sind Kombinationen aus 1,25 l/ha Input Classic + 0,5 l/ha Achat oder mit Carboxamid auch 1,25 l/ha Input Xpro + 0,5 l/ha Achat besonders geeignet.

Triticale vor Fusarium schützen

Triticale schiebt im Moment die Ähren. Im Unterschied zum Weizen beginnt die Blüte erst nachdem alle Ähren komplett geschoben sind. Vielfach wird diese Phase in der nächsten Woche erreicht. Mit Fusariuminfektionen muss bei feuchter Witterung zur Blüte gerechnet werden. Je kritischer die Infektionssituation, umso wichtiger sind die optimale Terminwahl und Fungizidwahl.
 
Mit bester Fusariumwirkung und breiter Wirkung gegen Roste und Septoria kann 0,75 l/ha Input Classic + 1,25 - 1,75 l/ha Osiris zum Einsatz kommen. In weniger gefährdeten Situationen sind Osiris mit 2,5 l/ha oder auch Carboxamidkombinationen aus z.B. 0,6 l/ha Skyway Xpro oder Aviator Xpro + 1,25 l/ha Osiris geeignet. Sofern keine Fusariumgefahr besteht (anhaltend trockene Blüte), sind leicht reduzierte Aufwandmengen ausreichend. Alternativ können dann auch Fungizide wie z.B. Juwel Top oder Adexar + Diamant oder Seguris + Amistar Opti u.a. eingesetzt werden.
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