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Getreide

Pflanzenentwicklung für Planung entscheidend

von , am
27.03.2010

Um die weitere Produktionstechnik planen zu können, sollten die Getreidebestände jetzt genauer unter die Lupe genommen werden. Für die weitere Planung sind die Bestandesdichte und die Einzelpflanzenentwicklung wichtig.

© Syngenta

Bestände, welche im 1- bis 4-Blattstadium überwintert haben, sind in der Regel zu dünn für Höchsterträge. Hier muss die Produktionstechnik auf Bestandesdichteförderung ausgerichtet werden.

Auf Ährchenanlagen-Phase achten

Bestände mit mehreren Nebentrieben und einer gleichmäßigen Bestandesdichte benötigen in der Regel keine Bestockungsförderung. Je nach Sortentyp kann hier jedoch die Phase der Ährchenanlage zu kurz werden. In diesen Fällen darf die Entwicklung nicht unnötig über den Einsatz von Wuchsstoffen beschleunigt werden.

Schneeschimmel rechtzeitig bekämpfen

Ein weiteres Augenmerk gilt in diesen Tagen den Krankheiten. Insbesondere M. nivale ist in vielen Beständen zum Teil massiv vorhanden. Schmutzig grün/braune Blätter und dunkle Längsstreifen an der Halmbasis sind ein deutliches Anzeichen für den Schneeschimmel. Bei massivem Befall muss bereits in der Bestockung eine Bekämpfungsmaßnahme durchgeführt werden. Vor allem das Tebuconazol in Kombination mit Prochloraz zeigt hier gute Wirkungen.

Frostschäden: Vegetationsgekel betrachten

Sind die Blätter vergilbt ohne die typischen Schneeschimmelsymptome, hat man es häufig mit Frostschaden zu tun. Grünt der Bestand nicht richtig durch, sollte der Vegetationskegel unter starker Vergrößerung betrachtet werden. Erscheint dieser bräunlich mit sehr weichen Kanten, muss von irreversiblen Frostschäden ausgegangen werden.

Bestände aufpeppen

Ist er hingegen klar weiß bis gelb, wächst die Pflanze beziehungsweise der Trieb auch bei völligem Blattverlust weiter. In diesen Fällen müssen die Bestände aufgepeppt werden. Die fehlende Blattmasse verringert die Transpiration. Aus diesem Grund muss die Nährstoffkonzentration in der Bodenlösung höher sein. Vor allem Stickstoff und Schwefel müssen ausreichend vorhanden sein. Zudem reagieren vom Frost gebeutelte Bestände sehr positiv auf Phosphordüngungen. Grünt der Bestand leicht durch, kann Phosphor über das Blatt gegeben werden. Vergilbte Bestände müssen über den Boden gedüngt werden.

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