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Herbizideinsatz

Praxistipp: Wintergetreide nicht zu früh säen

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Klaus Strotmann , agrarheute
am
19.09.2017

Gelbverzwergung und Gräserbefall drohen, wenn das Wintergetreide zu früh in den Boden kommt. Achten Sie auf die richtigen Herbizide und den passenden Termin.

Zu frühe Saat von Wintergetreide birgt Risiken. Nach der Aussaat Ende September und Anfang Oktober ist immer mit einem hohen Druck an Ungräsern zu rechen. Besonders Ackerfuchsschwanz aber auch Windhalm keimen umso stärker, je früher gedrillt wird. Ungräserdruck und die Gefahr durch Verzwergungsviren sind zwei gute Gründe, die Saat um eine Woche nach hinten zu schieben.

Bodenwirkstoffe gezielt einsetzen

Für alle Saaten bis etwa Mitte Oktober ist eine Herbstbekämpfung unerlässlich. Es empfehlen sich Herbizidkombinationen mit einem starken Bodenwirkstoff. Diese wirken am besten im Vorauflauf.

Damit die Bodenmittel möglichst sicher funktionieren, ist eine ordentliche Bodenbearbeitung bereits im Nachgang zur Vorfrucht nötig. Ausfallgetreide und Ungräser keimen nach der Ernte der Vorfrucht besser, wenn der Boden nicht zu grobschollig ist.

Ungräser mechanisch bekämpfen

Vor der Herbstaussaat müssen Ausfallgetreide, aufgelaufene Gräser und Altverunkrautung sicher beseitigt werden. Das erfolgt am besten durch eine Kombination von mehreren Durchgängen mit dem Grubber und/oder der Scheibenegge (Stoppelbearbeitung) und dem Einsatz des Pfluges beziehungsweise bei Auftreten von Wurzelunkräutern durch den Einsatz eines Totalherbizides.

Um eventuell vom Feldrand einwandernde und bereits aufgelaufene Unkräuter oder Ungräser wie etwa Trespen zu bekämpfen, kann es sinnvoll sein, eine Teilbreite mit glyphosathaltigen Mitteln als Randbehandlung durchzuführen. Vermeiden Sie dabei aber unbedingt Abdrift! Randdüsen helfen, eine exakte Ausbringung zu gewährleisten.

Die Saat sollte in ein feinkrümeliges Saatbett erfolgen. Grobe Schollen und Kluten verursachen schlechtere Wirkungsgrade der Bodenwirkstoffe. Ebenso sollte der Einsatz der (Boden-)Mittel schnell nach der Saat erfolgen.

Mit Material von DLR Rheinland-Pfalz

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