Login
Getreide

Ratgeber: 4 Tipps zur Aussaat von Hafer

© Mühlhausen/landpixel
von , am
12.03.2015

Nicht nur zur Verwendung als Futtermittel im Betrieb, sondern auch als Marktfrucht ist der Haferanbau interessant. Wir geben ihnen vier Tipps, worauf Sie bei der Aussaat von Hafer achten sollten.

Am besten sollte der Hafer nach Kartoffeln oder Körnerleguminosen ausgesät werden. Auch Hackfrüchte und Mais eignen sich gut als Vorfrüchte. © Luise/pixelio.de
Hafer wird vorwiegend im landwirtschaftlichen Betrieb als Futtermittel verwertet. Als Marktfrucht gewinnt er stärker an Bedeutung, deswegen ist sein Anbau interessant. Die Aussaat von Hafer sollte so früh wie möglich erfolgen - bereits Anfang März. Je früher die Saat, desto optimaler ist das Pflanzenwachstum. Auf diese Punkte sollten Sie bei der Aussaat von Hafer achten: Bodenansprüche,  Fruchtfolge, Saatstärke und -tiefe sowie vegetationsbegleitende Maßnahmen und Pflege.

1. Bodenansprüche des Hafers

Der Hafer hat keine hohen Ansprüche an den Boden. pH-Werte zwischen 6,5 bis 7 sind optimal für den Haferanbau. Die Wasserverfügbarkeit während der Keimung und der Vegetationsperiode ist jedoch entscheidend für das Wachstum der Pflanzen. Maximale Erträge kann der Hafer auf Lehmböden erreichen.
 
Auch leichte Böden sind für seinen Anbau gut geeignet. Auf schweren Böden nehmen die Hafererträge ab. Besser als zum Beispiel beim Weizen toleriert der Hafer auch übernasse Standorte. Zum Keimen benötigt der Hafer Temperaturen von drei bis fünf Grad Celsius. 

2. Fruchtfolge beachten

Besonders gute Erträge erreicht man beim Hafer, wenn er nach Kartoffeln oder Körnerleguminosen angebaut wird. Er eignet sich auch zur Wiederbestellung von Brachflächen. Weizen und Gerste eignen sich nicht als Vorfrüchte, weil sie zur Vermehrung des Getreidezystenählchens beitragen.
 
Die Wirkung des Hafers als Vorfrucht selbst ist allgemein als neutral bis günstig einzustufen. Der Hafer kann in einem Abstand von drei bis vier Jahre angebaut werden.
  • Geeignete Vorfrüchte: Hackfrüchte, Mais, Roggen, Leguminosen
  • Geeignete Nachfrüchte: Leguminosen, Winterweizen, Roggen, Hackfrüchte, Mais 

3. Saatstärke und -tiefe

In Abhängigkeit von der Sorte sollten 300 bis 350 Körner/Quadratmeter (qm) ausgesät werden. Aufgrund der Pflanzenverluste beim Striegeln empfiehlt es sich, bis zu zehn Prozent mehr Saatmengen zu den üblichen Standortmengen zu verwenden.
  • Saattiefen: 3 bis 4 cm
  • Reihenweite: 10 bis 14 cm 

4. Vegetationsbegleitende Maßnahmen und Pflege

Der Hafer kann sich gegenüber Unkräutern gut durchsetzen. Eine frühe Aussaat hilft, den  Fritfliegenbefall zu reduzieren.
 
Die mechanische Pflege findet zum Zeitpunkt des Spitzens der Saat statt. Auf lockeren Böden empfiehlt sich das Anwalzen nach der Aussaat und bei zu starker Lockerung nach Eggen oder Striegeln. 
  • Zur Aufgangsförderung: walzen
  • Zur Bodenlüftung, Unkrautbekämpfung und Bestockungsförderung: striegeln, eggen und walzen.  
Auch interessant