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Internationaler Tag des Regenwurms

Regenwürmer bauen Humus: So steigern sie die Bodenfruchtbarkeit

Regenwuermer-humus-bodenfruchtbarkeit
am Dienstag, 15.02.2022 - 14:05 (Jetzt kommentieren)

Heute ist der Tag des Regenwurms. Seit 2005 ist der verstärkt in den Blickunkt gerückt. Wir sagen, was das faszinierende Lebewesen für Bodenfruchtbarkeit, Lebendverbauung und Dauerhumus bringt.

Seit 2005 gibt es jährlich am 15. Februar den internationalen Tag des Regenwurms. Im Kalender der kuriosen Feiertage trägt das mit dazu bei, seine Schlüsselfunktion für das Bodenleben in gesundem Boden aufzuzeigen. Dabei spielt das Lebewesen eine enorm wichtige Rolle.

So viele Regenwurmarten gibt es in unseren Böden

Für das Ökosystem Boden ist der Regenwurm herausragend. Die gegliederten Helfer für mehr Fruchtbarkeit gehören zur Familie der Ringelwürmer und zur Ordnung der Wenigborster. Als Anzeiger für gesunden, lebendigen Boden sind sie unentbehrlich.

Die wichtigen Bodenlebewesen erzeugen Dauerhumus. Weltweit gibt es nach Angaben der Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V. rund 7.000 beschriebene Arten. Lediglich 1.600 davon seien genauer bekannt und 400 Arten leben in Europa, mindestens 39 davon in Deutschland.

Darum ist der Regenwurm für den Humusaufbau so wichtig

Regenwurmlosung

Wegen der grandiosen Gratisleistungen, die Regenwürmer und andere Bodenlebewesen für die Bodenfruchtbarkeit leisten, ist ein möglichst hoher Besatz anzustreben. In gesunden, humusreichen Böden können mehr als 600 Tiere/m2 vorkommen.

Sie bilden jährlich bis zu 80 t/ha Krümel und Humus, die unverzichtbaren Ton-Humus-Komplexe. Die meisten Regenwürmer ziehen dazu meist nachts organisches Material in ihre Röhren, etwa Blätter oder Pflanzenreste. Die fressen sie und zersetzen sie so gleichzeitig.

Mit ihrer Losung und der Lebendverbauung sind Regenwürmer kostenlose Helfer. Sie graben überdies viele Meter Röhren in den Boden. Das hilft einer schnellen und tiefen Durchwurzelung der Ackerkulturen enorm weiter.

Boden lockern, mischen, lüften, Humus aufbauen, Nährstoffe verfügbar machen

Regenwürmer lockern und durchmischen den Boden. Das fördert die Durchlüftung und die Wasseraufnahme des Bodens. Ihr Kot ist ein hervorragender Dünger. Er beeinflusst die Bodenbiologie positiv und ist für den Aufbau von wertvollem Dauerhumus sehr bedeutsam. Der enthält pflanzenverfügbaren Stickstoff, Phosphor, Kalium und viele weitere Nährelemente.

Schon in der Literatur wird der Regenwurm als Leittier des Bodens bewertet. Bereits 1881 veröffentlichte Charles Darwin sein Werk „Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer“. Er erkannte die herausragende Bedeutung der Regenwürmer fürs Ökosystem Boden.

Am Ende schreibt er: „Man kann wohl bezweifeln, ob es noch viele andere Tiere gibt, welche eine so bedeutende Rolle in der Geschichte der Erde gespielt haben, wie diese niedrig organisierten Geschöpfe.“

Mit Material von IG gesunder Boden e.V.
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