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Getreide

Risiko für Ährenfusarium im Weizen berechnen

© landpixel
von , am
06.05.2014

Wie stark ist das Risiko für Ährenfusarium im Weizen? Ein Beratungstool soll bei der Einschätzung des Schlages helfen. Bei der Beurteilung fließen unter anderem die Sorte, Vorfrucht und Bodenbearbeitung ein.

Ähre einer mit Fusarien befallenen Weizenpflanze. © landpixel
Je nach Witterung können während der Blüte im Getreide verstärkt Ährenfusariosen auftreten. Fusarium ist eine Gefahr für die erfolgreiche Getreideverwertung und muss deshalb gezielt behandelt werden.
 
Für Weizen gibt es jetzt ein Excel-Tool, dass schlagspezifisch bei der Einschätzung des Risikos hilft. In die Berechnung fließen die Vorfrucht, die Bodenbearbeitung sowie die Stoppelzerkleinerung mit ein. Denn das Grundrisiko für Ährenfusariosen kann der Landwirt selbst beeinflussen.
 
Je nach Ausgangssituation (Vorfrucht und Bodenbearbeitung) sollte durch die passende Sortenwahl (Anfälligkeit gegen Ährenfusarium) das Toxinrisiko verringert werden. Bei der Vorfrucht Mais reduziert die Stoppelzerkleinerung das Grundrisiko. 

So sieht das Tool aus

Risiko unkompliziert abschätzen

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat einen Bewertungsansatz entwickelt. Eine numerische Einstufung gibt eine Bewertung des Toxinrisikos an. Der Risikofaktor zeigt zugleich, inwieweit ein erhöhtes Risiko unter ungünstigen Witterungsbedingungen durch eine zusätzliche Fungizidmaßnahme zur Getreideblüte ausgeglichen oder auch nicht kompensiert werden kann.
 
Ziel sollte ein schlagspezifisches Toxinrisiko von 1 oder geringer sein, da für diesen Risikobereich in Niedersachsen für viele Jahre keine Überschreitung von Toxin-Grenzwerten festgestellt wurde. Für Landwirte ist das Beratungstool kostenfrei. 
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