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Landessortenversuche

Roggen 2020: Alle Erträge auf der Erntekarte

Roggen-Ernte-Mähdrescher-New-Holland
am Montag, 14.09.2020 - 11:31 (Jetzt kommentieren)

Roggen gehört zu den Gewinnern im Kampf ums Wasser. 55,1 dt/ha waren es dieses Jahr im Schnitt. Hier alle bundesweiten Landessortenversuche im Überblick.

Seit 2013 ging die Anbaufläche von Winterroggen konstant zurück. Mit 634.000 ha blieb sie zur Ernte 2020 auf nahezu gleichem Niveau wie im Vorjahr. Im sechsjährigen Vergleich stieg sie sogar um 8,3 Prozent. Es bleibt abzuwarten, ob sich der positive Trend in den kommenden Jahren fortsetzt.

Dabei kann der robuste Roggen gleich mehrfach profitieren:

  • Geringerer Nährstoffbedarf im Vergleich zum Weizen,
  • positive Fruchtfolgewirkung,
  • die in den Trockenjahren 2018 und 2019 bewiesene Stresstoleranz.

8 Prozent mehr Winterroggen

In der diesjährigen Ernte erreichte der Flächenertrag im Schnitt 55,1 dt/ha. Das sind 8,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 3,6 Prozent mehr gegenüber dem sechsjährigen Durchschnitt. In den Landessortenversuchen lag die Ernte 2020 meist nahe am mehrjährigen Durchschnitt, mit besseren Ergebnissen in der Südhälfte als im Norden und Osten.

Die gesamte Erntemenge folgt den gestiegenen Hektarerträgen und liegt mit knapp 3,5 Mio. t um 8 Prozent über dem Vorjahresergebnis und um 12,2 Prozent über dem mehrjährigen Mittel.

Alle regionalen Erträge von Winterroggen auf einen Blick

In der Karte unten finden Sie die offziellen Ergebnisse aller Länderdienststellen. Sie zeigt drei wichtige Erntedaten:

  • die Erträge der aktuellen Ernte 2020,
  • die mehrjährigen Ergebnisse
  • die empfohlenen Sorten für die anstehende Aussaat.

Die Karte zeigt die Relativerträge für alle Sorten, die über dem Durchschnitt abschneiden. 100 Prozent entspricht dem Versuchsdurchschnitt der jeweiligen Region.

  • (P) steht für Populationsroggen; mittlerweile überwiegen beim Roggen Hybridsorten,
  • (EU) sind EU-Zulassungen,
  • (*) kennzeichnet Ergebnisse von weniger Standorten und/oder aus weniger Jahren.

Mutterkorn: Nach wie vor ein Thema im Roggen

Das Bundessortenamt (BSA) benotet die Anfälligkeit für Mutterkorn in Resistenzprüfungen mit künstlich erhöhtem Druck. Die Landessortenversuche (LSV) prüfen reine Sorten:

  • KWS: Die Roggen-Plus-Technologie erhöht das Pollenschüttungsvermögen. Die Sorten sind gering bis mittel anfällig für Mutterkorn.
  • Saaten-Union: Hybriden werden im Z-Saatgut 10 Prozent einer Populationssorte (P) beigemischt. Reine Hybriden sind mittel bis sehr stark anfällig für Mutterkorn.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.


Alle Sortenergebnisse und -empfehlungen für Winterweizen finden Sie auf unserer Erntekarte Weizen, in Ihrer agrarheute-Ausgabe Oktober 2020, die Sie am 25. September im Briefkasten haben, sowie in der neuen digitalen Ausgabe von agrarheute.

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