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Getreide

Roggen/EU: Produktion kleiner, Preise höher als 2013

© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de
von , am
08.09.2014

Die Produktion von Roggen ist 2014 in der EU kleiner als im Vorjahr. Sie deckt den Verbrauch nicht. Das geht aus Schätzungen der EU-Kommission hervor. Die Preise liegen höher als 2013.

© Mühlhausen/landpixel
Die EU-Kommission hat ihre Schätzung zur aktuellen europäischen Roggenernte zum Monatswechsel moderat nach oben angepasst. Dennoch bleibt die erwartete Erntemenge damit etwa 13 Prozent (%) unter der Ernte aus dem Vorjahr.
 
Den Roggenverbrauch schätzt die Kommission auf 9,16 Millionen Tonnen (Mio. t.) damit wäre die erwartete Verbrauchsmenge rund 0,43 Mio. t größer als die erwartete Produktion. Dementsprechend werden die vorhandenen Roggenbestände kräftig abgebaut. Die Roggenpreise haben im Juli noch einmal kräftig um knapp 15 Euro oder neun Prozent nachgegeben, haben sich dann aber im August/September stabilisiert. Anfang September sind die Roggenpreise (trotz des Rückgangs) etwas höher als im letzten Jahr.

Preise für Roggen höher als im Vorjahr

Für Brotroggen zur Anlieferung im September wurde am 5. September am Hamburger Großmarkt 156 Euro je Tonne (Euro/t) geboten und damit zehn bis zwölf Euro weniger als Anfang Juli. Allerdings sind Preise weiterhin höher als im September vor einem Jahr mit 145 Euro bis 150 Euro/t. Futterroggen kostete in Hamburg zuletzt etwa 153 Euro/t. Im Vergleich zum Brotweizen ist der Brotroggen derzeit in Hamburg 24 Euro billiger.

Der Einsatz von Roggen in der Tierfütterung wird mit 4,1 Mio. t nur wenig niedriger erwartet als im letzten Wirtschaftsjahr mit 4,3 Mio. t. Die Verwendung von Roggen zur Herstellung von Bioethanol bleibt mit rund 0,8 Mio. t nach Meinung der Kommission unverändert. Unverändert bei drei Millionen Tonnen erwartet die Kommission Ende August außerdem auch den Verbrauch von Brotroggen. Der Export von Roggen in Drittländer (vor allem aus Deutschland) geht von 0,17 Mio. t auf 0,12 Mio. t zurück.

Anbaurückgang und schwächere Erträge

Die europäische Roggenernte 2014 veranschlagte die Kommission zum Monatswechsel auf 8,73 Mio. t. Im Vergleich zur Rekordernte aus dem Jahr 2013 von zehn Millionen Tonnen wäre dies ein Produktionsrückgang von 1,3 Mio. t oder 13 %. Bei der Anbaufläche veranschlagt die Kommission in diesem Jahr einen Rückgang von 0,17 Mio. ha.
 

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