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Analyse

Rückenwind für Weizenpreise

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
23.11.2015

Die Weizenpreise haben sich in der vorigen Woche am Terminmarkt und auch am Kassamarkt knapp behauptet. Jetzt kommt ein schwacher Euro den Weizenpreisen zur Hilfe.

Mehrere Faktoren unterstützen gerade den Weizenpreis. Wie Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager schreibt, ist da zum einen der schwache und diese Woche weiter nachgebende Euro ebenso wie die guten Exportzahlen aus der vorigen Woche. Hinzu kommt eine Medldung aus dem Analystenhaus Strategie Grains über einen Rückgang der europäischen Weizenfläche zur Ernte 2016 von etwa ein Prozent. Auch der sehr kräftige (witterungsbedingte) Rückgang der Winterweizenfläche in der Ukraine stützt laut Zinke die Weizenpreise hierzulande und am Weltmarkt.

Ausführliche Informationen zu den Weizenpreisen finden Sie auf der Internetseite des agrarmanagers.

Weizenexport kommt in Schwung

In der vorigen Woche haben die Europäer 636.000 t Weizen ins Ausland verkauft. Das war der  bislang höchste Wert in diesem Wirtschaftsjahr. Geholfen hat beim Export sicherlich der schwache und weiter nachgebende Euro, der den europäischen Weizen am Weltmarkt immer billiger macht. Nach den Angaben der EU-Kommission haben die Europäer in ersten 20 Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres 2015/16 bis zum 17. November etwa 8,17 Mio. t Weichweizen ins Ausland verkauft. Das ist eine rund 25 Prozent   oder 2,7 Mio. t  weniger als im bisherigen Rekordjahr 2014/15.

Weizenpreise am Kassamarkt

Am deutschen Kassamarkt haben sich die Weizenpreise zuletzt ebenfalls knapp behauptet. Am vorigen Freitag (20.11) notierte man am deutschen Exporthafen in Hamburg:

  • Brotweizen mit 12 % Protein: 177 Euro/t, 1 Euro weniger als eine Woche zuvor
  • A-Weizen mit 13 % Protein: 184 Euro/t, 1 Euro weniger als vor einer Woche zuvor
  • E-Weizen mit 14 % Protein: 197 Euro/t,  1 Euro unter den Preisen der vorigen Woche

 

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