Login
USDA Prognose

Rückgang des Weizenpreises um 12 Prozent

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
14.12.2015

In Europa gaben die Weizenpreise am Ende der vorigen Woche ebenso nach wie in den USA. Gründe für die rückläufigen europäischen Weizenpreise waren der sehr feste Euro und die wieder schwächeren europäischen Exportverkäufe.

Wie dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite des agrarmanagers schreibt, sorgten die auf neue Tiefstände gefallenen Rohöl- und Rohstoffpreise zusätzlich für Druck. Die erste Anbauprogose des USDA für die US-Weizenernte 2016 geht zwar von einem überraschend kräftigen Anbaurückgang bei Weizen aus, jedoch gleichzeitig von rund 12 Prozent niedrigeren Erzeugerpreisen als im aktuellen Wirtschaftsjahr 2015/16. Die Weizenpreise am deutschen und am französischen Kassamarkt sind in der vorigen Woche zurückgegangen. Allerdings war die Preisentwicklung nicht für alle Qualitätsklassen gleich. 

Einen ausführlichen Bericht mit Hintergrundinformationen finden Sie auf der Internetseite des agrarmanager.

USDA erwartet Anbaurückgang und niedrige Weizenpreise

Im Rahmen seiner langfristigen Markteinschätzung geht das USDA für die Ernte 2016 von einemkräftigen Anbaurückgang bei Weizen von 22,1 Millionen ha in diesem Wirtschaftsjahr auf nur noch 21,5 Millionen ha für die Ernte 2016  beziehungsweise das Wirtschaftsjahr 2016/17 aus. Das wäre immerhin ein Rückgang der Aussaatfläche um drei Prozent oder 0,6 Mio. Hektar.

Der erwartete Erzeugerpreis liegt für das Wirtschaftsjahr 2016/17 bei 440 Cent je Bushel (147 Euro/t) nach durchschnittlich 500 Cent je Bushel (167 Euro/t) im aktuellen Wirtschaftsjahr. Das wäre ein Preisrückgang von rund 12 Prozent.

Die Produktionserwartung für 2016 liegt wegen der besseren Erträge jedoch bei 56,1 Millionen Tonnen und damit etwas höher als 2015 (55,85 Millionen Tonnen).

Weizenpreise am Kassamarkt weiter zurückgegangen

Am deutschen Kassamarkt haben die Weizenpreise im Wochenvergleich ebenfalls nachgegeben.  Dabei sind die Preise für A-Weizen stärker zurückgegangen als für Brotweizen, während die Preise für E-Weizen sogar etwas höher waren als ein Woche zuvor.   

Am vorigen Freitag handelte man am deutschen Exporthafen in Hamburg:
Brotweizen mit 12 Prozent Protein: 174 Euro/t, drei Euro weniger als eine Woche zuvor.
A-Weizen mit 13 Prozent Protein: 178 Euro/t, sechs Euro weniger als vor einer Woche
E-Weizen mit 14 Prozent Protein: 199 Euro/t, zwei Euro über den Preisen der vorigen Woche (197 Euro).

Auch interessant