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Getreide

Russland: Rekordexport an Getreide im Juli

von , am
05.08.2011

Moskau - Im ersten Monat nach dem Ablauf des russischen Ausfuhrverbots für Getreide hat das Land im Juli fast 2,4 Millionen Tonnen an den internationalen Märkten abgesetzt.

© Mühlhausen/landpixel
Dieser Umfang liegt deutlich über dem vom Juli 2010, als die russischen Exporteure in Erwartung des Ausfuhrstopps einen für diesen Monat verzeichneten Rekordumfang von 1,9 Millionen (Mio.) t ausführten. Nach Angaben des Moskauer Föderalen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit wurden im vergangenen Monat die größten Mengen in die Türkei und nach Ägypten abgeliefert, und zwar 462.279 t beziehungsweise 461.857 t. Danach folgten Kenia und Italien, wohin 173.374 t oder 172.142 t russisches Getreide exportiert wurden. Zu den europäischen Beziehern gehörten unter anderem auch Spanien, Griechenland, die Niederlande und Portugal, aber auch Österreich mit einem kleineren Anteil von 12.000 t.

Ukraine will für die UN Weltgetreidereserve auffüllen

Die Ukraine will der UN künftig eine Reserve von 10 bis 12 Mio. t Getreide zur Verfügung stellen und lagern, mit der die Vereinten Nationen auf den internationalen Märkten intervenieren können. Wie der ukrainische Minister für Agrarpolitik und Lebensmittel, Mykola Prysyazhnyuk, mitteilte, habe sein Land die Schaffung der Weltgetreidereserve unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen in die Wege geleitet. Nach Angaben seines Ministeriums liegt die Getreideernte der Ukraine für 2011 derzeit 35,6 Prozent über der bis August 2010 geernteten Menge. In 2011 rechnet die Ukraine mit einer Ernte von über 40 Mio. Tonnen Getreide. Laut Prysyazhnyuk erlauben es diese Aussichten, den Weltgetreide-Reservefonds zu schaffen. "Wir haben der UN einen Antrag vorgelegt, in dem wir die Schaffung der Weltgetreidereserve auf ukrainischem Gebiet vorschlagen," so Prysyazhnyuk.
 
Nach Angaben des Informationsdienst Worldwide News Ukraine schätzen Experten die Jahresgetreideproduktion der Ukraine druchschnittlich auf mindestens 33 bis 35 Mio. Tonnen, bei einem gleichzeitigem Inlandsverbrauch von 25 bis 26 Mio. Tonnen.
 
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