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Getreide

Russland steigert Anbaufläche bei Sommergetreide nach Dürre 2010

von , am
18.04.2011

Moskau - Nur die Hälfte der 915,8 Millionen US-Dollar staatlicher Unterstützung hat die russischen Bäuerinnen und Bauern kurz vor der Frühjahrs-Aussaat bis jetzt erreicht.

© Mühlhausen/landpixel
Premierminister Vladimir Putin, der im Hinblick auf die nächste Präsidentenwahl landwirtschaftlich geprägte Regionen besucht, fragt bei der russischen Landwirtschaftsministerin Yelena Skrynnik nach den Gründen dafür. Die Situation ist deshalb brisant, weil Russland nach der größten Dürre des letzten Jahrhunderts im Jahr 2010 nicht die geplanten Flächen von Wintergetreide bestellen konnte und deshalb die Anbaufläche von Sommergetreide heuer steigern möchte.
 
Die Dürre hat die Inflation in die Höhe getrieben und Russland als wesentlichen Getreideexporteur zurückgedrängt. Zur Kontrolle der Inflation könnte Russland das Exportverbot von Getreide bis 1. Juli 2011 aufrechterhalten. Russland rechnet mit einer Ernte von 85 bis 90 Millionen Tonnen Getreide für das laufende Jahr.

Rätsel über ausgebliebene staatliche Agrarfördergelder

"Nach Ertragseinbrüchen auf 60,9 Millionen Tonnen Getreide letztes Jahr gegenüber 97 Millionen Tonnen in 2009 und 108 Millionen Tonnen in 2008 sollen alle finanziellen und administrativen Mittel zur Ertragssicherung mobilisiert werden", so Putin. Skrynnik bedauert und verspricht, die restlichen Fördergelder so schnell als möglich den Bauern zur Verfügung zu stellen. Allerdings glaubt sie nicht, dass der verspätete Geldfluss einen negativen Einfluss auf die prognostizierten Erträge für das Jahr 2011 hat.
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