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Getreide

Russland: Weizenbestände drastisch geschrumpft

© Mühlhausen/landpixel
von , am
29.01.2013

Die Getreidebestände in Russland sinken. Am stärksten schrumpften die Lagerbestände an Weizen, aber auch Gerste ging zurück. Beim Mais gibt es einen gegenläufigen Trend.

Bei der Futtergerste sollte der Stickstoffgehalt im Korn über 2 Prozent liegen. © Mühlhausen/landpixel
Die Getreidebestände in Russland waren am 1. Januar rund 30 Prozent (%) kleiner als im vorigen Jahr. Insgesamt befanden sich zum Jahresanfang noch 25,3 Millionen Tonnen (Mio. t) Getreide in den Lägern von Agrarunternehmen, Verarbeitern und Händlern. Das waren immerhin rund 10,6 Mio. t Getreide weniger als vor zwölf Monaten, meldete am letzten Freitag das russische Statistikamt (Rosstat).
 
Von den Gesamtbeständen lagerten bei den landwirtschaftlichen Unternehmen noch 16,8 Mio. t und damit 6,2 Mio. t weniger als zwölf Monaten zuvor. In den Lagerhallen und Silos der Händler und Verarbeiter befanden sich noch 11,9 Mio. und damit 4,4 Mio. t weniger als im Jahr zuvor.

Weizen ist sehr knapp, aber mehr Mais

Die detaillierte Erfassung der Bestände nach Getreidearten bei den Händlern und Verarbeitern brachte indessen ein etwas differenziertes Bild.
 
Mit Abstand am stärksten waren danach in den letzten Monaten die Weizenbestände geschrumpft. Bei den Handels- und Verarbeitungsunternehmen lagerten am 1. Januar noch 7,79 Mio. t Weizen, davon waren 6,33 Mio. t Brotweizen. Im Vergleich zum letzten Jahr waren die Weizenbestände der Händler und Verarbeiter damit um mehr als 35 % geschrumpft.
Dagegen waren die Lagerbestände an Gerste mit 1,26 Mio. t lediglich 12,6 % kleiner als im vorigen Jahr.
 
Ganz anders bei Mais. Hier hatten die Unternehmen mit 1,29 Mio. t sogar eine 34 % größere Menge eingelagert als im letzen Jahr.
 

Nachgefragt: Das ukrainische Getreidejahr 2013

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