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Z-Saatgut

Saatgutwechsel: Bei Wintergetreide zuletzt fünf Prozent weniger Z-Saat

AF_Saat-Gerste
am
21.08.2019

Gut die Hälfte des deutschen Getreideanbaus wird mit Z-Saatgut eingesät. Bei Wintergetreide lag der Saatgutwechsel im Wirtschaftsjahr 2018/19 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch um fünf Prozent niedriger.

Auf 52 Prozent der rund 5,9 Mio. ha großen Getreideanbaufläche in Deutschland wurde zuletzt Z-Saatgut angebaut. Zuvor waren es noch 56 Prozent gewesen. Das meldet der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS). Bei Wintergetreide ist der Saatgutwechsel von 57 auf 52 Prozent gefallen, bei Sommergetreide von 52 auf 56 Prozent gestiegen.

Der Saatgutwechsel beschreibt den Anteil der mit Z-Saat bestellten Fläche an der bundesweiten Getreideanbaufläche. Berechnet wird er aus den Saatgutumsätzen der Züchter, den deutschen Anbauflächen und den Saatstärken aus den zur Anerkennung gemeldeten Vermehrungsflächen.

Minus bei Winterungen

Der Z-Saatgutwechsel je nach Wintergetreideart inklusive Hybridsorten lagen zuletzt bei folgenden Prozentangaben (in Klammern im Vergleich zu 2017/18):

  • Winterweizen: 44  Prozent (minus 6 Prozent),
  • Wintergerste: 58 Prozent (minus 6 Prozent),
  • Roggen, Sommer- und Winter-, ohne Grünschnittroggen: 80 Prozent (minus 7 Prozent),
  • Triticale, Sommer- und Winterungen: 72 Prozent (minus 2 Prozent).

Plus bei Sommerungen

Bei Sommergetreide lagen die Werte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei folgenden Zahlen:

  • Sommergerste: 53 Prozent (plus zwei Prozent),
  • Sommerweizen: 81 Prozent (plus 30 Prozent),
  • Hafer, Winter- und Sommerungen: 57 Prozent (minus 2 Prozent).

Hier finden Sie weitere Zahlen zum Saatgutwechsel bei Getreide 2018_2019.

Schwierige Witterung

Obwohl die äußerst schwierige Witterung vergangenes Jahr große wirtschaftliche Herausforderungen brachte, wurde für die Hälfte der Fläche in Z-Saatgut investiert. Das biete geprüfte Gesundheit, Sortenreinheit und gesicherte Keimfähigkeit, sagt Marcus Iken von der Saaten-Union und GFS-Vorsitzender.

Er sieht aber einen höheren Saatgutwechsel als Basis für dauerhaft gesicherte Erträge. Besonders mit neuen gesetzlichen Regeln für Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und angesichts sich wandelnder klimatischer Bedingungen bekommen leistungsstarke, nährstoffeffiziente und gesunde Sortensieht künftig eine noch größere Bedeutung.

„Um dauerhaft die Refinanzierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Pflanzenzüchtung sowie hohe Qualitätsstandards zu sichern, muss das Niveau des Saatgutwechsels weiter steigen“, sagt Iken.

Mit Material von GFS, BDP
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