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Getreide

Schwefelmangel: Blattdüngung sichert den Ertrag

von , am
28.05.2015

Um das Ertragspotenzial der Getreide-Bestände vollständig auszuschöpfen, müssen alle Nährstoffe in ausreichender Form pflanzenverfügbar sein. Besonders häufig fehlt es an Schwefel.

In überrschend vielen Weizenbeständen mangelt es an Schwefel. © Brigitte Maria/aboutpixel
Die Getreide-Bestände wachsen im Moment sehr schnell und bilden jeden Tag viel Biomasse. Ist jetzt auch nur ein Nährstoff nicht ausreichend pflanzenverfügbar, kann das Ertragspotenzial nicht ausgeschöpft werden. Viele Landwirte haben sich in den vergangenen Jahren mit Hilfe der Megalab Pflanzenanalysen über den Versorgungs-Zustand Ihrer Bestände informiert. Dabei wurden auch im vergangenen Jahr einige Nährstoff-Defizite entdeckt. 

Schwefel sichert den Ertrag

Bei über 45 Prozent aller eingesandten Proben wurde ein Schwefel-Mangel festgestellt. Dass es so vielen Winterweizen-Beständen an Schwefel mangelte, ist doch sehr überraschend. Schwefel ist ein sehr wichtiger Nährstoff für die Sicherung von Ertrag und Qualität und sollte grundsätzlich bei der Düngung berücksichtigt werden. Ist Schwefel im Mangel, werden die Bestände meist mit geringen Proteingehalten und niedrigen Sedimentations-Werten geerntet. 39 Prozent der Gersten-Proben hatten ein Schwefel-Defizit.

Jetzt noch Schwefel düngen

Unterversorgte Bestände können mit einer Blattdüngung noch behandelt und ein festgestellter Mangel weitestgehend behoben werden. Bei den Mikronährstoffen Zink und Kupfer ist eine Gabe über das Blatt sehr effektiv und direkt pflanzenverfügbar. Auch Schwefel kann über eine Blattapplikation gedüngt werden, das Defizit ist damit aber kaum auszugleichen. Denn die Pflanzen benötigen Schwefel bereits zu Beginn des Wachstums. Deshalb ist eine gute Schwefel-Versorgung zur ersten Gabe sehr wichtig.
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