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Getreide

Schweizer Weizenpreis soll steigen

von , am
27.08.2010

Bern - Der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) will aufgrund der international steigenden Weizenkurse eine Preiserhöhung für inländischen Weizen.

© Stefan Hiller/aboutpixel

Die Getreideernte in der Schweiz ging mit tieferen Erträgen als im Vorjahr zu Ende. Der SGPV verlangt Weizenpreise über dem Vorjahresniveau. Wegen der tiefen Weltmarktkurse, des schwachen Euro und der Mehlzollreduktion sei der Weizenpreis im Juli zwar noch stark unter Druck gewesen, schreibt der SGPV in einer Medienmitteilung. Mittlerweile seien aber die internationalen Weizenpreise wieder gestiegen.

Die Preise für Importweizen betragen derzeit franko Grenze inklusive Zoll bei der Klasse Top zwischen 58 und 60 Franken. Ende Juli lag der Preis noch bei rund 51 Franken. Dies rechtfertige eine Preiserhöhung für Schweizer Weizen, so der SGPV.

Getreideernte 2010 ist beendet

Die Getreideernte 2010 ist mittlerweile in allen Regionen beendet, wie Swiss Granum in einer Medienmitteilung schreibt. Die Brotweizenproduktion wird auf 372.000 Tonnen backfähigen Weizen geschätzt, was einer Abnahme von 11 Prozent gegenüber 2009 entspricht. Grund sind Ertragsrückgänge und vermehrtes Vorkommen von Auswuchs. Die Qualität war zu Erntebeginn gut, nahm aber aufgrund der Niederschläge Ende Juli und Anfang August ab. Vor allem die Kantone Aargau, Luzern, Schaffhausen und Thurgau waren stark von Auswuchs betroffen.

Futterweizen und Gerste rückläufig 

Mit rund 111.000 Tonnen ging die Produktion von Futterweizen um rund fünf Prozent zurück. Auch Gerste konnte mit rund 177.000 Tonnen weniger geerntet werden, was vor allem auf weniger Anbaufläche zurückzuführen ist. Die Rapsernte ging mit einem Prozent weniger nur minimal zurück. Die Produktion beträgt rund 65.000 Tonnen. Dabei handelt es sich um provisorische Ergebnisse. Die endgültige Erhebung liegt laut Swiss Granum noch nicht vor. (lid)

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