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Pflanzenbau-Ratgeber

Septoria tritici im Winterweizen: Was jetzt zu tun ist

LfULG Sachsen
am
12.05.2017

Der Winterweizen entwickelt sich durch die kühlen Temperaturen regional eher langsam. Die Bestände sind trotzdem auf Septoria tritici und weitere Schädlinge zu kontrollieren.

Der Winterweizen hat sich in Sachsen zur Vorwoche nur wenig weiterentwickelt und steht weiterhin BBCH 31-32-33, wie das LfULG Sachsen mitteilt. Vorrangig in anfälligen Sorten sei Septoria tritici vorwiegend auf der 4. Blattetage und teilweise auf dem 3. Blatt vorhanden. Auf Schlägen mit Ausgangsbefall im unteren Blattbereich könne nach 10 Tagen mit einem gut kurativ wirkenden Fungizid der Schutz für die oberen Blattetagen noch erreicht werden.

Örtlich hat sich in Sachsen der Gelbrost bei anfälligen Sorten weiter ausgebreitet. Die Infektionsbedingungen für Gelbrost seien in den letzten Tagen regional günstig gewesen, so das LfULG Sachsen weiter. Deshalb sollten die Kontrollen auf Gelbrost fortgesetzt werden.

Sortenspezifisch wurde zudem ein stärkerer Befall mit Mehltau beobachtet. Eine Verwechslung könnte mit Septoria tritici möglich sein. Beim Auftreten von Septoria tritici sind aber auf den vergilbten Blattflecken die schwarzen Pyknidien (Fruchtkörper) sichtbar.

Blattläuse: Keine Lebenüberwinterung wegen Witterung

Durch die Witterung im letzten Winter kann davon ausgegangen werden, dass keine Lebendüberwinterung der Blattläuse stattgefunden hat, heißt es in der Mitteilung des LfULG Sachsen weiter. Bei den Kontrollen der Kulturen zum Vegetationsbeginn konnten keine lebenden Blattläuse festgestellt werden. In diesem Jahr müssen sich die Blattlauspopulationen neu aus den auf den Winterwirten abgelegten Eiern entwickeln. Der Schlupf der ersten Blattläuse (Stammmutter) begann bereits Mitte März.

  • Von der Gemeinen Traubenkirsche sind bereits die ersten geflügelten Haferläuse abgeflogen und haben ihren Sommerwirt, in diesem Fall den Hafer, gefunden.
  • Die ersten geflügelten Tiere der Schwarzen Bohnen- bzw. Rübenlaus wurden Anfang dieser Woche (19. KW) im Leipziger Raum in den Ackerbohnen gefangen (Gelbschale). In den Beständen selbst konnten noch keine Blattläuse festgestellt werden.

Der dringend erwartete und jetzt angekündigte Temperaturanstieg wird die Entwicklung der Blattläuse fördern. Im Wintergetreide haben die Blattläuse als Vektor zur Übertragung der Virosen keine Bedeutung mehr. Die Schadwirkung besteht hauptsächlich durch die Saugtätigkeit während der Kornfüllphase. Im Sommergetreide ist eine wirtschaftlich, relevante Übertragung von Virosen noch möglich.

Bei der Bekämpfungsentscheidung sollte unbedingt die natürliche Selbstregulierung beachtet werden. Die wichtigen Gegenspieler wie Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen sind bereits vorhanden. Übereilte und routinemäßige Maßnahmen sind dringend zu vermeiden.

Mit Material von LfULG Sachsen

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Challenger RoGator 655D
Gestänge der Challenger RoGator 655D
Gestänge der Challenger RoGator 655D
Design der Challenger RoGator 655D
Bedienung der Challenger RoGator 655D
Motor der Challenger RoGator 655D
Challenger RoGator 655D auf der Straße
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