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Ackerbau

So erweitern Sie Ihre Fruchtfolge

Luftbild_Andreas-Steffen
am Dienstag, 11.09.2018 - 08:11 (Jetzt kommentieren)

Unter rein wirtschaftlichen Aspekten sind die Möglichkeiten weiterer Fruchtfolge sehr limitiert. Wie Sie negativen Effekten trotzdem begegnen können.

Negative Effekte enger Fruchtfolgen nehmen in jüngster Zeit zu. Das zeigt sich besonders bei hohen Anteilen an Wintergetreide und Winterraps. Ein Ausgleich über intensivere Bestandesführung wird zunehmend schwieriger.

Preis- und Agrarpolitik beeinflussen die Gestaltung der Fruchtfolge maßgeblich. Das Streben nach höchster Wirtschaftlichkeit erschwert es oft, acker- und pflanzenbaulichen Grundsätze einzuhalten. Denn unter ökonomischen Aspekten sind die Möglichkeiten einer kulturartenreichen Fruchtfolge limitiert.

Einfache Lösungen reichen oft nicht mehr

In den vergangenen Jahrzehnten gab es eindeutig den Trend zu vereinfachten Fruchtfolgen. Daraus erwuchsen viele Probleme: Fruchtfolgekrankheiten nehmen zu, der Unkraut- und Schädlingsdruck steigt an, die Stickstoffsalden sind erhöht und die Erträge nehmen vielerorts ab.

So ist ein Aufweiten der Fruchtfolge langfristig wieder nötig. Vielfältige und an den Standort angepasste Fruchtfolgen wirken positiv auf den Boden- und Gewässerschutz, auf Nährstoffkreisläufe und auf ein ausgewogenes Landschaftsbild.

Allerdings hängen die Anbaualternativen vorrangig von den Absatzmöglichkeiten ab. Eine Ausdehnung des Anbaus zum Beispiel von Silomais, Zuckerrüben und Roggen lässt die Deckungsbeiträge unter Umständen zunächst sinken.

Mehr Sommerungen und Zwischenfrüchte lohnen sich

Der Anbau von Sommergetreide kann wirtschaftlich durchaus interessant sein. Bei einer Anbauentscheidung gilt es aber, die einzelnen Standort- und Vermarktungsbedingungen zu prüfen. Sommerungen drängen Schädlinge und Krankheiten jedenfalls meist zurück. Das stabilisiert die Erträge besonders von Raps und Weizen auf lange Sicht.

Weiter bieten Sommerungen die Möglichkeit, Zwischenfrüchte anzubauen. Das ist eine attraktive Option, um die Greening-Auflagen auf Öffentlichen Vorrangflächen (ÖVF) zu erfüllen. Greening- und Agrarumweltmaßnahmen unterstützen beim geschickten Aufweiten von Fruchtfolgen.

Betriebsindividuell planen

Wichtig ist es aber, die eigene Fruchtfolge stets betriebsindividuell zu planen. Dabei ist die Nutzung realistischer Kalkulationsgrößen ausschlaggebend. Dazu zählen Betriebszahlen, Vorfruchtwerte und andere Planungsgrößen.

Wie Fruchtfolgen aufgelockert werden können und wie es dann mit der Wirtschaftlichkeit aussieht, lesen Sie in der September-Ausgabe von agrarheute.

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