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Getreide

So unterstützen Sie zögerlich entwickelte Wintergerste

LWK Nordrhein-Westfalen
am
23.10.2015

Aufgrund der niedrigen Temperaturen der letzten Tage entwickeln sich die Wintergetreidebestände nur zögerlich. Die LWK Nordrhein-Westfalen erklärt, auf was es jetzt zu achten gilt.

Durch die Witterung der letzten Wochen entwickelte sich die Wintergerste zaghaft. © hapo/landpixel
Besonders auf schweren Böden und in Höhenlagen sei das Wachstum langsam, schreibt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in einer Pflanzenbauempfehlung. Ein Überwachsen sei nicht zu befürchten.
 
Durch die teils ergiebigen Niederschläge ist auch auf sonst puffigen, humosen Böden mit einem Manganmangel vorerst nicht zu rechnen. Erst wenn die Gerste mindestens vier Laubblätter ausgebildet hat sollte diese bei Befahrbarkeit eine Blattdüngung mit 1,0 bis 2,0 l/ha Lebosol Mangannitrat + 5 kg/ha Epso Combitop erhalten, so die LWK Nordrhein-Westfalen. Die hohe Aufwandmenge Mangannitrat empfehle sich auf bekannten Mangelstandorten.
 
Durch das Combitop werde auch die Zink- und Magnesiumversorgung abgesichert. Nach der Behandlung sollte es mindestens sechs Stunden trocken sein.

Befallskontrollen auf Läuse wenn es warm wird

Vielfach werden Behandlungen im November ab Bestockungsbeginn noch früh genug sein. Gleichzeitig könne bei Befall mit Läusen ein Pyrethroid mitgenommen werden. Im Vergleich zu den Vorjahren treten aber nur sehr wenige Läuse auf. Das nasskalte Wetter habe den Zuflug nicht gefördert. Sollte es nochmal warm werden, sind Befallskontrollen angeraten. Tankmischungen mit Herbiziden zur Nachbehandlung von Fuchsschwanz sind möglich.
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