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Pflanzenbau-Ratgeber

Sommergerste: Geeignete Mittel gegen Ramularia

Pflanzenschutzmittel ausbringen auf Weizen
LTZ Augustenberg
am
07.06.2017

In der Sommergerste steht regional das Grannenspitzen an. Welche Mittel insbesondere gegen Ramularia helfen, erklären Pflanzenbauexperten des LRA Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die Pflanzenschutzexpertin vom LRA Schwarzwald-Baar-Kreis beschreibt auf isip die Situation der regionalen Sommergerstebestände beim Grannenspitzen (BBCH 49) als "relativ gesund". Im Sinne der Qualitätssicherung rät sie dennoch dazu eine geeignete Behandlungsstrategie festzulegen.

Sei zum Ährenschieben eine Behandlung notwendig oder bei Braugerste eine Behandlung zur Qualitätssicherung vorgesehen, sollte bei der Fungizidauswahl die Ramularia-Wirkung in den Vordergrund rücken. Die nachfolgenden Mittel haben laut Experten des LRA Schwarzwald-Baar-Kreis eine breite Wirkung gegen alle relevanten Gerstenkrankheiten inklusive Ramularia: Adexar (1,8 Liter/ha), Amistar Opti (2,5 Liter/ha), Aviator Xpro (1,0 Liter/ha), Bontima (2,0 Liter/ha), Credo (2,0 Liter/ha), Input Classic (1,25 Liter/ha) oder Proline (0,8 Liter/ha).

Ramularia: Manche Wirkstoffe fallen in der Wirkung ab

Bestimmte Wirkstoffe (Azole, Carboxamide) fallen nach Angaben der Pflanzenschutzexpertin des LRA Schwarzwald-Baar-Kreis in der Wirkung gegen Ramularia ab. Deshalb sollten Mittel oder Tankmischungen mit Chlorthalonil (enthalten in Amistar Opti oder Credo) bevorzugt eingesetzt werden. Auch um einer Resistenzbildung entgegenzuwirken, sei der Einsatz dieser Tankmischung mehr als empfehlenswert.

Der Wachstumsregler-Einsatz mit Camposan Extra oder Cerone 660 sei nur bis zum Grannenspitzen (BBCH 49) möglich. Dabei sollte auf die Tankmischung mit Azol-Fungiziden verzichtet werden, da Kulturschäden möglich sind.

Mit Material von LTZ Augustenberg

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