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Getreide

Sommergerste kommt gut in den Boden

© agrar-press
von , am
31.03.2014

Kaum Auswinterungsschäden bei den Winterungen und Sommergerste, die schon ab Anfang März gesät wurde: So beschreibt die Braugersten-Gemeinschaft in ihrem 1. Saatenstandsbericht 2014 die Situation.

© Mühlhausen/landpixel
Statt Schnee und Frost gab es im Winter 2013/2014 häufig Sonne und Temperaturen von über zehn Grad. Die Monate Dezember, Januar und Februar fielen insgesamt mild aus und waren im Durchschnitt zwei Grad wärmer als im Vergleich zum Klimamittel. Mit nur rund 120 Liter Niederschlag pro Quadratmeter war der Winter 2013/2014 aber auch der zweittrockenste der letzten 30 Jahre.
 
Kein (beziehungsweise kaum) Bodenfrost und ein frühzeitiges Frühjahr haben den Winterungen einen überdurchschnittlich  guten Start ermöglicht. Die Folge ist ein deutlicher Vegetationsvorsprung. Das berichtet die Braugersten-Gemeinschaft in ihrem ersten Saatenstandsbericht für Sommergerste in diesem Jahr. Auswinterungsschäden wurden bundesweit keine gemeldet.

Aussaat bei überwiegend guter Bodenstruktur

Trotz fehlender Frostgare konnte die Aussaat bei überwiegend guter bis sehr guter Bodenstruktur unter optimalen Bedingungen ausgebracht werden. Teilweise waren entsprechende Bodenbearbeitungen wegen der schnellen Abtrocknung der Böden und scholligen Oberböden notwendig.
 
Die anhaltend trocken-warme Frühjahrswitterung hat dem Bericht der Braugersten-Gemeinschaft zufolge eine rasche und kompakte Aussaat zwischen Anfang und Mitte März ermöglicht. N-min-Messungen zeigen, dass regional unterschiedlich sehr niedrige bis normale N-min-Werte im Boden vorliegen, was unterschiedlich hohe Andüngmengen erforderlich macht.

Anbaufläche bleibt fast gleich groß

Die Landesbraugerstenverbände prognostizieren eine Sommergerstenanbaufläche, die der des Vorjahres entspricht. Lediglich in den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt wird mit einem Flächenrückgang gerechnet. Insgesamt ergibt sich für Deutschland somit eine Gesamtanbaufläche für Sommergerste von etwa 340.000 Hektar.
 
Das Sortenspektrum wird von den im Berliner Programm zur Verarbeitung empfohlenen Sorten Grace, Quench, Propino, Catamaran und Marthe dominiert. Die vom Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. neu zur Verarbeitung empfohlene Sorte Solist befindet sich im Vermehrungsjahr.

Vegetationsreport: Wo war der Winter?

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