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Getreide

Sonnleitner fordert Krisenrücklage in der Steuerbilanz

von , am
25.08.2009

Berlin - Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, zog die Bilanz einer schwierigen Ernte 2009 und mahnte mit Blick auf den starken Rückgang der Getreidepreise eine zunehmende Risikovorsorge bei den Landwirten an.

Außerdem forderte er die Politik auf, für Landwirte steuerliche Entlastungsmöglichkeiten zu schaffen und sie besser zu unterstützen.

Am Freitag, den 21.August lud der Deutsche Bauernverband zu einer Pressekonferenz ins Haus der Land- und Ernährungswirtschaft nach Berlin, um die aktuellen Erntemengen bei Getreide und Raps bekannt zu geben. Als Konsequenz des diesjahrigen schwierigen Ernteverlaufs und der "dramatischen Talfahrt" der Erzeugerpreise empfahl Sonnleitner den Landwirten eine verstärkte Risikovorsorge:

"Wir müssen noch mehr in Vorverträge hineingehen", erklärte Sonnleitner mit Blick auf die Preisentwicklungen der letzten Jahre. Man müsse abwägen, ob man Getreide lagere oder sofort verkaufe. Auch auf die erntegefährdendenWetterexstreme müsse man vorbereitet sein. So arbeite man auf sechzig Prozent der Fläche bereits mit einer Hagelversicherung.

Sonnleitner: 'Rücklagenbildung muss gefördert werden'

"Wir wollen aber auch für Fröste, Schlagregen und Stürme die Versicherung erweitern", verriet der DBV-Präsident und kritisierte Finanzminister Steinbrück, der darauf eine Versicherungssteuer von neunzehn Prozent erheben wolle. "Das können wir uns in der jetztigen Situation nicht leisten", betonte er. Aufgrund der stark volatilen Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft müsse eine betriebliche Rücklagenbildung für Krisenjahre steuerlich gefördert werden, um so die Eigenvorsorge der Landwirte zu stärken.

"Wir brauchen eine Risikoausgleichsrücklage, um die Schwankungen des Wetters, der Ernteerträge und der Preise in eigener Verantwortung ausgleichen zu können", ergänzte Sonnleitner. (pd)

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