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Getreide

Sortenempfehlungen für Aussat der Wintergerste

von , am
20.08.2009

Dresden - Wintergerste ist mit Abstand die wichtigste Futtergetreidekultur in Sachsen. Mit zirka 108.400 ha zur Herbstaussaat 2008 erreichte der Anbauumfang den höchsten Stand der letzten zehn Jahre.

© agrarfoto.com

Für die Sortenwahl sind der Standort und die Verwertungsrichtung zu beachten, heißt es im aktuellen Pflanzenbaurat des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG). Neben der Ertragsstärke und günstigen agronomischen Eigenschaften sollten vermarktende Betrieben auf ausreichende Kornqualität in Form von sicheren, stabilen Hektolitergewichten von über 62 kg achten.

2009 wurden in Sachsen in den Landessortenversuchen auf allen Standortgruppen Erträge erreicht, die im Durchschnitt über den Werten des Vorjahres liegen. Auf den Lö-Übergangsstandorten wurden 100,2 dt je ha, auf den D-Süd-Standorten 71,5 dt je ha und auf den V-Standorten 80,4 dt je ha geerntet. Aufgrund der langen Kornfüllungsphase konnten auf den bisher ausgewerteten Standorten günstige Hektolitergewichte meist deutlich über 62 kg ermittelt werden.

Die Sortenempfehlungen des LfULG Sachsen für den überregionalen Anbau:

Mehrzeilige Sorten
Lö-Standorte: Lomerit, Highlight, Fridericus, Alinghi, Laverda, Leibniz ², Zzoom ³ , Christa ² Süd-St.: Lomerit, Fridericus, Laverda , Alinghi, Highlight, Zzoom ²
V-Standorte: Highlight , Lomerit, Alinghi, Fridericus, Christa ², Zzoom ²

Zweizeilige Sorten
Lö-Standorte: Campanile, Cantare ², MH Firenzza ² ³
D-Süd-St.: Campanile, Finita, Sabine ²
V-Standorte: Emily, Campanile, Cantare, Metaxa ², MH Firenzza ²

² vorläufige Empfehlung  ³ Empfehlung für Lö-Ackerebene

Optimale Saatmengen hängt vom Standort ab

Die optimale Saatzeit liegt laut LfULG Sachsen in der 37. bis 38. Kalenderwoche. Späte Saaten (bis Anfang Oktober) könnten sich im Folgejahr als Ertragsabfall auswirken. Die optimale Saatmenge beträgt zirka 270 Körner pro Quadratmeter, auf V-Standorten zirka 330 und in den höheren Lagen rund 370. Bei ungünstigen Saatbedingungen sollte die Aussaatmenge erhöht werden. Nach dem Aufgang der Saat, besonders bei frühen Saaten, sollte unbedingt der mögliche Virusbefall kontrolliert werden. Das Sächische LfULG verweist diesbezüglichen auf die entsprechenden Hinweise des Warndienstes. (pd)

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