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Getreide

Spitzenernte in Nordrhein-Westfalen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
28.08.2013

Überdurchschnittliche Erträge und gute Qualitäten brachte die Getreideernte in NRW. Das Ergebnis liegt teils deutlich über dem guten Vorjahr und dürfte als eines der besten in die Erntestatistik eingehen.

© Stefan Rampfel/landpixel
Dies teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Nach einer problemlosen Herbstaussaat schützte demnach im Winter eine geschlossene Schneedecke vor Schäden durch Kälte. Reichliche Niederschläge und kühle Temperaturen im Mai sorgten für optimale Wachstumsbedingungen. Die Ernte selbst begann in Nordrhein-Westfalen 14 Tage später als üblich, verlief aber dafür über Wochen bei optimalem Wetter. Der Flächenertrag bei Getreide insgesamt stieg um 9,5 Prozent auf rund 8,3 Tonnen je Hektar. Insgesamt wurden 4,44 Millionen Tonnen Brot- und Futtergetreide in NRW geerntet.
 
Winterweizen, die wichtigste Getreideart auf nordrhein-westfälischen Äckern, wuchs auf rund 278.000 Hektar. Der Ertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent auf 9,2 Tonnen je Hektar und erreicht damit fast das bisherige Spitzenergebnis aus 2001 mit 9,3 Tonnen. Der sechsjährige Durchschnitt wurde um elf Prozent übertroffen. Die auf 139.500 Hektar angebaute Wintergerste brachte rund 7,7 Tonnen je Hektar, das sind neun Prozent mehr als im bereits sehr guten Vorjahr und damit ein neuer Spitzenertrag.

Deutlich über Sechs-Jahres-Schnitt

Sommer- und Braugerste verzeichnet auf rund 10.600 Hektar mit fast 5,9 Tonnen zwar ein überdurchschnittliches Ergebnis, das jedoch leicht unter dem Vorjahresniveau liegt. Der Brotroggen auf rund 21.600 Hektar weist zwar mit rund 7,2 Tonnen je Hektar eine leichte Abnahme um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf, liegt aber beachtliche 17 Prozent über dem sechsjährigen Mittel.
Der Ertrag von Triticale kletterte auf rund 7,4 Tonnen je Hektar, das entspricht einer Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 16,5 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre. Auch der Hafer enttäuschte nicht. Im Schnitt der kleinen Anbaufläche von nur 8.300 Hektar konnten sechs Tonnen gedroschen werden, eine Steigerung um 20 Prozent gegenüber früheren Jahren.

Weniger Freude bei anderen Kulturen

Getrübt wird die Freude über die gute Getreideernte durch weniger gute Aussichten bei Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben. Hier sorgten späte Saat- und Pflanztermine, der trockene April sowie ungleichmäßige Niederschläge für eine schwierige Entwicklung, sodass die Ernte dieser Früchte regional sehr große Schwankungen erwarten lässt. Ein weiterer Wermutstropfen im Getreidebau sind die seit Weihnachten in Folge einer guten Versorgung am Weltmarkt immer weiter gesunkenen Preise. Viehhaltende Betriebe profitieren von dieser Entwicklung, da die Futterkosten gesunken sind, schreibt die LandwirtschaftskammerNRW abschließend.

Video: Hofreport: Die Mähdrescher rücken aus (Aug 2013)

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