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Getreide

Starthilfe nach spätem Frühjahrsbeginn

von , am
20.04.2013

Berlin - Die Vegetation kam in diesem Jahr spät aus dem Winter. Wie die Bestände am besten regenieren können, erklärte Ralf Deusner vom Düngemittelvertreiber Timac Agro vergangene Woche in Berlin.

Nach dem langen Winter geht es seit rund zwei Wochen hoch her auf deutschen Äckern. © Mühlhausen/landpixel
"Bundesweit bremste die späte Ankunft des Frühjahres die Vegetation. Die Nachwehen des Winters haben auf unterschiedliche Weise die Bestände sowie die Frühjahrsaussaat beeinflusst." fasste Ralf Deusner, Leiter Marketing von Timac Agro, den aktuellen Zustand der Ackerbaukulturen zusammen. Demnach seien mancherorts Raps und Wintergerste durch Fröste geschädigt und bedürften einer regenerativen Maßnahme. Anderswo habe Wintergetreide nur unzureichend bestockt und stehe sehr dünn, sodass ein Anschub der Pflanzen notwendig werde, genauso wie für spät in den Boden gekommene Frühjahrssaaten, die mit einer verkürzten Vegetationszeit ins Rennen gehen.
Um diese Entwicklungsrückstände aufzuholen, bietet Timac Agro zu Beginn der Vegetation für alle Kulturen den Fertiactyl-Starter an. Das Produkt mit seinen drei wichtigsten Inhaltsstoffgruppen
  • Humin- und Fulvosäuren
  • Organischer Wirkkomplex
  • Glyzin Betain
sowie mit einem ausgewogenen NPK-Gehalt fördere gezielt das Wachstum der jungen Pflanzen, führte Deusner aus. Es wirke sowohl über das Blatt als auch über den Boden, sei sehr gut pflanzenverträglich und mischbar mit allen gängigen Pflanzenschutzmitteln.

Nicht bei Bestandesführung sparen

© Werkbild
Empfehlenswert sei, so Deusner weiter, beispielsweise eine kombinierte Ausbringung mit AHL, dabei würde der Fertiactyl-Starter die Bestandsentwicklung und Stickstoffaufnahme unterstützen, was signifikante Ertragssteigerungen zur Folge hätte. Allerdings warnte Deusner davor, den Fertiactyl-Starter als Ersatz für Düngemaßnahmen zu verstehen. "Die Inhaltsstoffe sorgen für einen gesteigerten Chlorophyllgehalt in den Pflanzen und eine insgesamt höhere Vitalität. Solche Pflanzen brauchen dann aber auch eine angemessene Ernährung. Bitte sparen Sie nicht bei der Bestandesführung."

App zum Nährstoffcheck

Ralf Deusner, Leiter Marketing bei Timac Agro, bei der Presseveranstaltung in Berlin. © Catrin Hahn
Weiterhin stellte Deusner eine neue App aus dem Hause Timac vor, mit der der Anwender anhand betriebsspezifischer Parameter (Versorgungsstufen der Nährstoffe im Boden, Art und Menge der organischen Düngung, Nmin-Werte) den Mineraldüngerbedarf verschiedener Kulturen hinsichtlich ihrer Ertragserwartung berechnen kann. Dieser kurze Nährstoffcheck erlaube es, eventuelle Unter- oder Überversorgungen festzustellen.
 
Die App beinhaltet die Daten zu gängigen landwirtschaftlichen Kulturen und praxisüblichen organischen Düngern und gibt Auskunft über die benötigte Stickstoff-, Phosphat-, Kalium-, Magnesium-, Kalzium- und Schwefelmenge. Die Datengrundlage basiert auf aktuellen offiziellen Nährstoffempfehlungen. Die App "Nährstoffcheck" ist kostenlos im Google Play Store und bei iTunes erhältlich. Sie ist kompatibel zu allen Androidversionen.
 
Timac Agro ist die deutsche Tochter des aus der französischen Bretagne stammenden Düngerherstellers Timac. Die Aktivitäten auf dem deutschen Markt werden derzeit intensiviert: mit 100 Beratern, Tendenz steigend, und einer intensiven Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen, der Offizialberatung und dem Landhandel möchte msn hierzulande den Marktanteil ausbauen.

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