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Precision farming

Stickstoffbedarf: So verwandeln Sie Ihr Smartphone in einen N-Tester

Yarairix-N-Tester
am
07.03.2019

Der Bedarf an Stickstoff etlicher Kulturen lässt sich mit der Kamera vom Smartphone ermitteln. Dazu bietet Yara nun eine neue App, einen Clip und einen Bluetooth N-Tester an.

Bislang forderte eine Stickstoff (N)-Analyse teures Equipment. Jetzt bietet Yara ein System zum Precision Farming an, das den N-Bedarf etlicher Kulturen mit dem Handy ermittelt. YaraIrix soll handelsübliche Smartphones in Stickstofftester verwandeln. 

Das System umfasst eine kostenfreie App für Android und iOS. Mit der lässt sich der N-Bedarf im frühen Wachstumsstadien fotobasiert ermitteln. Für die zweite bis vierte Düngung wird die App um zwei Hardwareoptionen ergänzt: einem Clip und einen Bluetooth N-Tester. 

So funktioniert das System

YaraIrix-Clip-N-Sensor

Die Kernfunktion des Systems ist, den Chlorophyllgehalt zu messen. Das geht mit der Smartphone-Kamera und/oder den beiden Zusatzgeräten. 

  • Die App ohne zusätzliche Hardware ermöglicht die fotobasierte N-Bedarfsbestimmung für Raps, Winterweizen, Mais und Gerste für die erste N-Gabe. Sobald die App gemessen hat, gibt sie eine Empfehlung, wie viel N-Dünger nötig ist. Der Algorithmus dahinter basiert auf gut 20 Jahren Forschung.
  • Der Clip soll das System künftig ergänzen. Er wird über die Kamera des Smartphones gesteckt. Das verwandelt sie direkt in den N-Tester. Das macht N-Empfehlungen für die 2. bis 4. N-Gabe möglich. Dafür ist es nötig, sich zu bewerben, um vor der Markteinführung zu testen. Dabei zahlt jeder Nutzer mit seinen Daten.
  • Der N-Tester Bluetooth (BT) folgt dem bekannten N-Tester. Er lässt sich kaufen und mit der App verbinden oder abonnieren. Der Preis ist nach ha gestaffelt und liegt bei 19 bis 39 Euro im Monat. Damit gibt es Empfehlungen auch für Winter- und Sommergerste, Roggen und Triticale. Zudem werden historische Daten gespeichert, um die Düngung weiter zu optimieren.

Per Smartphone zum Precision farming

Yarairix-yaraIrix

Jedes Feld ist anders. Deshalb habe das Produkt "das Potenzial, Millionen von Landwirten über das Smartphone Zugang zur Präzisionslandwirtschaft zu verschaffen und Daten zu ihren Feldern zu liefern, die bisher nicht verfügbar waren“, sagt Stefan Fürnsinn, verantwortlich für Digital Farming bei Yara.

Yara will YaraIrix in ganz Europa einführen. Mit dem Zugang zu genauen Daten über den Nährstoffbedarf lässt sich wirtschaftlicher düngen. Gleichzeitig werden mögliche Belastungen für die Umwelt gesenkt.

Mit Material von Yara
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