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Getreide

Streit um Weizensorteneinteilung

von , am
27.08.2010

Bern - Der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) wirft der IP-Suisse vor, mit der Herabstufung der zwei wichtigsten Weizensorten für die Ernte 2011 Druck auf das generelle Preisniveau beim Weizen auszuüben.

© agrarfoto.com

Die IP-Suisse hatte ihre Produzenten benachrichtigt, dass die Weizensorten Siala und Zinal künftig eine Klasse tiefer eingestuft werden. Begründet wurde der Schritt damit, dass die Mehlqualität bei den beiden Sorten ungenügend sei.

Mehlqualität: Entwicklung 'besorgniserregend'

Die Entwicklung, dass der Vorteil bei der Mehlqualität des Schweizer Getreides schwinde, sei besorgniserregend. Die Empfehlung, weniger Siala und Zinal auszusäen, habe wenig gebracht, deshalb würden die beiden Sorten nun herabgestuft.

Getreideproduzenten: IP-Suisse-Entscheid ein Affront

Der Entscheid von IP-Suisse sei ein Affront gegenüber der Branchenorganisation Swiss Granum, die jedes Jahr die empfohlenen Sortenlisten erstelle, schreibt der SGPV. Damit öffne man der Willkür von gewissen Abnehmern Tür und Tor, die die besten Sorten zum günstigsten Preis kaufen wollten. Man fordere deshalb, dass IP-Suisse die Richtlinien für 2011 revidiert und die Sorteneinteilung von Swiss Granum respektiere. (lid)

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