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Pflanzenbau-Ratgeber

Tipps zur Aussaat von Winterweizen

Landwirt bei der Aussaat von Winterweizen
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
20.09.2016

Der Winterweizen ist die Getreideart mit den geringsten Ansprüchen an die Saatzeit, so dass das Aussaatfenster sehr breit ausfallen kann. Darauf gilt es bei der Saat zu achten.

Der Winterweizen ist die Getreideart mit den flexibelsten Ansprüchen an den Saatzeitpunkt. Auch wenn sich die Pflanze nach widrigen Saatbedingungen gut entwickelt, sollte dennoch für optimale Bedingungen bei der Saat gesorgt werden.

Bei der Saatbettbereitung ist der Weizen

  • pfluglos als Mulchsaat oder
  • nach vorhergehender Pflugfurche möglich

Nach der Vorfrucht Mais wird wegen des verstärkten Fusariumdrucks der Pflugeinsatz empfohlen.

Die Ablage des Korns sollte in zwei bis drei Zentimeter Tiefe erfolgen. Eine zu tiefe Saat kann zu schwächeren Pflanzen führen.

Winterweizen: Saatzeitpunkt und -stärke

Vom Saatzeitpunkt kann Winterweizen standortabhängig zwischen Ende September bis Ende Oktober gedrillt werden. Wird zu früh gesät, steigt das Krankheitsrisiko. Wird zu spät gesät, ist die Zeit für die Bestockung eng. Dem kann mit der geeigneten Sortenwahl und gegebenenfalls einer höheren Saatstärke entgegengesteuert werden. Am besten überwintert Winterweizen im 3- bis 5-Blattstadium.

Bei "normaler" Saatzeit und guten Saatbeet können 250 bis 320 Körner/m² gedrillt werden. Je schlechter die Saatbedingungen und je später die Saat, desto höher die Saatstärke. Bei Spätsaaten können demnach zwischen 350 bis 420 Körner/m² angestrebt werden. Soll nach einer späten Mais- oder Zuckerrübenernte noch eine Weizenaussaat erfolgen, werden an die Sorten erhöhte Anforderungen gestellt.

Winterweizen ist die wohl am meisten untersuchte Frucht in Bezug auf regionale Anbaueignung. Bei der Sortenwahl sollte deshalb auf die Empfehlung der Landesstellen geachtet werden.

 

Standortansprüche beim Winterweizen

Am besten geeignet sind Böden mit ausgeglichenem Wasser- und Lufthaushalt sowie hohem Nährstoffnachlieferungsvermögen.

  • Als Vorfrüchte sind am besten Körnerleguminosen, Raps und Hackfrüchte geeignet.
  • Mittel geeignet sind mehrjährige Futterpflanzen und Silomais.
  • Wegen der Gefährdung durch fruchtfolgeabhängige Schaderreger eignen sich Wintergetreidearten am schlechtesten als Vorfrucht.

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