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Sortenratgeber

Triticale 2018: Alle Landessortenversuche im Vergleich

Getreideernte bei Nacht
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
12.10.2018

Während die Südhälfte Deutschlands dieses Jahr vergleichsweise gute Triticalemengen ernten konnte, hat es den Norden und Osten massiv getroffen. Die Landessortenversuche zeigen, wie stark die Einbußen in manchen Regionen waren.

In diesem Jahr haben die deutschen Bauern die niedrigste Getreideernte seit 1994 eingefahren. Nach dem Erntebericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurde über alle Getreidearten hinweg 16 Prozent weniger als im Vorjahr gedroschen, zum dreijährigen Schnitt 2015 bis 2017 sind es 19 Prozent weniger.

Regional fallen die Ergebnisse aber noch deutlich schlechter aus. Das zeigen auch die Landessortenversuche (LSV) der Triticale.

Schon die Anbaufläche fiel - wie bei allen Wintergetreidearten - zur diesjährigen Ernte kleiner als üblich aus. Schuld war die vorangegangene Nässe im Herbst 2017. Mit knapp 360.000 ha liegt sie um 7,5 Prozent unter der vorjährigen Anbaufläche und um 9 Prozent unter dem dreijährigen Mittel.

Bei einem relativ niedrigen Hektarertrag von 53,8 dt errechnet sich eine Erntemenge von 1,9 Mio. t. Das sind -16,5 Prozent gegenüber Vorjahr und -20,6 Prozent gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt. Viele Bestände dürften vorzeitig als Ganzpflanzensilage geerntet worden sein.

Mehrjährige Ergebnisse und 2018 im Quervergleich

In der Karten unten haben wir die Ergebnisse aller Länderdienststellen zusammengetragen. Sie zeigt die offiziellen Erntedaten 2018 und die mehrjährigen Erträge für alle Sorten, die über dem Durchschnitt, also über 100 Prozent abschneiden.

100 Prozent entspricht dem Versuchsdurchschnitt der jeweiligen Region.

Die Angaben sind ohne Gewähr. Alle Sortenergebnisse und -empfehlungen finden Sie auch in Ihrer agrarheute PFLANZE+TECHNIK Oktober 2018.

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