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Getreideernte

Triticale: Alle bundesweiten Landessortenversuche

Landwirt betrachtet eine Triticaleähre
© agrarfoto
von , am
08.09.2017

An einigen Standorten hat Triticale in diesem Jahr die 100 dt/ha geknackt, zumindest in den Landessortenversuchen. Die aktuellen Ergebnisse aus den Ländern zeigen die regionalen Unterschiede und die empfohlenen Sorten.

In allen Wintergetreidearten brachte dieses Erntejahr deutliche Unterschiede je nach Region. Häufig war es schon im Herbst zur Aussaat zu trocken, auch im Frühjahr fehlte oft das Wasser. In der Kornfüllungsphase litt dann das Tausendkorngewicht. Ganz im Norden standen die Bestände noch am besten da. Zur Ernte war es dann verbreitet vorbei mit dem guten Wetter und die Qualitäten rauschten in den Keller.

Unter dem Strich: Auch die Triticale lag dieses Jahr unter dem mehrjährigen Schnitt. Der Bauernverband geht in seinem Erntebericht von knapp 6 Prozent weniger Erntemenge aus, in der Praxis 60 dt/ha. In den Landessortenversuchen fallen die Erträge in der Regel höher aus als auf Praxisflächen. Hier wurde an manchen Standorten die 100-dt/ha-Marke gerissen.

Die LSV-Regionen im Vergleich

Umso wichtiger ist für die aktuelle Sortenwahl neben den Erträgen des aktuellen Jahres auch der mehrjährige Check. Beides haben wir in der Deutschlandkarte unten zusammengestellt.

Hier finden Sie alle LSV-Ergbenisse für Triticale der deutschen Länderdienststellen: Sowohl für 2017 als auch die mehrjährigen Erträge. Dargestellt sind alle Sorten, die besser als der Durchschnitt abschneiden. 100 Prozent entspricht dem Versuchsdurchschnitt der jeweiligen Region.

Mit einem Sternchen (*) sind Sorten dargestellt, die auf weniger Standorten oder in weniger Jahren geprüft wurden, (EU) sind EU-Zulassungen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Alle Sortenergebnisse und -empfehlungen zu Triticale, Wintergerste, Winterweizen und Winterroggen finden Sie auch in Ihrem dlz agrarmagazin 9 und 10/2017.

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