Login
Getreideherbizide

Trockenheit: Wie jetzt Ackerfuchsschwanz bekämpfen?

Ackerfuchsschwanz in Weizen
am Freitag, 20.09.2019 - 11:46 (Jetzt kommentieren)

Die Herbstbehandlung läuft in der Regel mit breit wirksamen Bodenherbiziden. Wie ist auf die anhaltende Trockenheit zu reagieren?

In den letzten Tagen hat es vielerorts zwar geregnet. Das reicht aber kaum, um die Trockenheit abzulösen. Damit bleiben die Parallelen zum letzten Jahr zunächst noch bestehen.

Zur beginnenden Getreidesaat stellt sich jetzt auch wieder die Frage nach der richtigen Herbizidstrategie. Die Pflanzenschutzberater der Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen geben Antworten.

Bodenherbizide wirken nicht optimal

Ähnlich wie im letzten Jahr liefert eine hervorragende Bodengare günstige Bedingungen zur Ackerfuchsschwanzkeimung. „Aufgrund der Trockenheit sind die Bedingungen für Bodenherbizide aber eher ungünstig“, heißt es von der LWK NRW.

Ganz kurzfristig wird sich an der Trockenheit nichts ändern, so dass auf Ackerfuchsschwanzproblemstandorten noch nicht gesät werden kann. „Es gilt näher an günstige Bedingungen für die Herbizide zu kommen.“

Mit der Aussaat warten oder nicht?

Ein Verschieben des Saattermins ist allerdings immer ein sensibles Thema. Was kann im Extremfall passieren?

  1. Nach früher Saat und enormem Auflauf von Ackerfuchsschwanz muss gegebenenfalls sogar ein zweites Mal im Herbst gesät werden.
  2. Der Saattermin wird geschoben und durch Änderung der Wetterlage kann keine Winterung mehr eingebracht werden.

Welche Herbizide jetzt wählen?

Die LWK-Berater empfehlen folgende Mittel:

Wo gesät worden ist, werden die besten Wirkungsgrade beim Einsatz von Flufenacet-haltigen Produkten erzielt: Beispielsweise das Cadou forte Pack (Bacara Forte im Herbst 2019 aufbrauchen!) oder Herold SC + gegebenenfalls Lentipur im Vorauflauflauf.

Etwas Feuchtigkeit, auch mit Hilfe von Tauphasen, hebt die Wirkung an.

Mit Material von LWK NRW
Das agrarheute Magazin
Aktuelles Heft Oktober 2019
Schnupper-Angebot Alle Aboangebote

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...