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USDA-Report

Trübe Aussichten auf Erholung beim Weizenpreis

zink
am
11.12.2015

Überwiegend bärische Daten lieferte der aktuelle USDA-Report für die verschiedenen Getreide- und Ölsaatenmärkte. Dabei verschlechterten sich aus Sicht der aktuellen Versorgungbilanzen sogar die Aussichten auf eine Preiserholung beim Weizen.

Trotz des frisch erschienenen USDA-Berichtes sind die Weizenpreise am Mittwoch Abend in den USA und Europa überraschenderweise gestiegen. Im laufenden Handel gaben sie am Donnerstag Nachmittagwieder etwas nach. Die Preise für Soja und Mais bewegten sich nach dem USDA-Report in den USA hingegen seitwärts, erklärt Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Seite des agrarmanagers.

Ausführliche Informationen zum USDA-Report finden Sie auf der Internetseite des agrarmanagers.

 

 

 

Globale Weizenernte groß wie nie

Eine nochmalige leichte Aufwärtskorrektur der globalen Rekordernte gab es vom USDA am Weizenmarkt. Im Dezember-Report haben die USDA-Analysten die Weizenernte 2015/16  noch einmal von 733 Mio.t auf 736 Mio. t nach oben korrigiert. Grund für die Korrekturen ist die über den bisherigen Erwartungen liegende kanadische Weizenernte.

Der globale Weizenverbrauch blieb unverändert auf dem Rekordstand von 717 Mio. t. Damit wachsen die Bestände zum Ende des Wirtschaftsjahres 2015/16  noch etwas stärker auf den neuen Rekordwert von rund 230 Mio. t.

 

Europäer mit etwas weniger Exporten

Für die Europäische Union hat das USDA die Weizenernte 2015 (Weich und Hartweizen) im Dezember nochmals leicht auf den neuen Rekordwert von 157,7 Mio. t nach oben geschätzt. Im November lag die Ernteprognose bei 157,3 Mio. t und die bisherige Rekordernte aus dem vorigen Jahr von 156,5 Mio. t wird um 1,2 Mio. t übertroffen.

Die erwarteten europäischen Exporte werden für das laufende Wirtschaftsjahr von 33,5 Mio. t auf 32,5 Mio. t nach unten korrigiert und sind damit jetzt 2,9 Mio. t kleiner als der Rekordwert aus der vorigen Saison von 35,4 Mio. t.

 

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