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Getreide

Tschechien fährt 2011 überdurchschnittliche Ernte ein

© Stefan Hiller/aboutpixel
von , am
18.10.2011

Prag - In Tschechien ist die Getreideernte 2011 ausgesprochen reichlich ausgefallen. Das nationale Statistikamt prognostizierte sie letzte Woche auf etwa 8,2 Millionen Tonnen.

In Unterfranken rechnen 62 Prozent der Umfrageteilnehmer mit einer Ernte, die 20 % unter dem Mittel liegt. © Mühlhausen/landpixel
Bislang wurde die Grenze von 8,0 Millionen t lediglich 1990 sowie 2004 und 2008 überschritten, der diesjährige durchschnittliche Flächenertrag stellt jedoch mit voraussichtlich 56,2 dt pro ha einen historischen Rekord dar. Gemessen am Endergebnis 2010 bedeutet die aktuelle Prognose für Getreide einen Produktionszuwachs um 19,4 Prozent, was im Wesentlichen auf eine Steigerung des durchschnittlichen Flächenertrags um 18,7 Prozent zurückzuführen ist. Die Erzeugung von Weizen soll dabei mit fast 5,0 Millionen t im Jahresvergleich um fast genau ein Fünftel umfangreicher ausgefallen sein.
 
Zugleich wurde die von Gerste auf beinahe 1,9 Millionen t sowie von Roggen auf 117.100 t geschätzt; das wäre um 16,9 Prozent mehr beziehungsweise um 1,0 Prozent weniger als in der vergangenen Saison. Die erste diesjährige Prognose für die Körnermaisernte liegt bei 867.000 t, was im Jahresvergleich um 25,2 Prozent mehr wäre.
 
Ferner soll in Tschechien die Ölrapsernte mit knapp 1,08 Millionen t um 3,3 Prozent höher ausgefallen sein als im vergangenen Jahr. Zugleich zeichnet sich mit fast 3,5 Millionen t eine um 13,2 Prozent umfangreichere Zuckerrübenernte ab, wobei die Statistik einen historisch höchsten durchschnittlichen Flächenertrag von 595,1 dt pro ha erwartet. Aber auch bei Kartoffeln rechnet diese mit einem Produktionszuwachs um 18,2 Prozent auf rund 786.100 t sowie bei Sonnenblumen sogar um 26,4 Prozent auf 72.500 t.
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