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Getreide

Tschechien rechnet mit weniger Getreide

von , am
20.07.2010

Prag - In Tschechien wird heuer eine durchschnittliche Getreideernte von rund 6,6 Millionen Tonnen ohne Körnermais erwartet.

© agrarfoto.com

Anbauflächen: Minus 5,4 Prozent

Wie aus einer ersten, auf Erhebungen zum 26.Juni 2010 basierenden Prognose des Prager Statistischen Amts hervorgeht, würde sie das Vorjahresergebnis um 5,0 Prozent unterschreiten. Der Produktionsrückgang dürfte bei einem erwarteten Anstieg des durchschnittlichen Flächenertrags um 0,4 Prozent auf 48,7 Dezitonnen pro Hektar ausschließlich auf eine Reduzierung des Anbauareals um 5,4 Prozent auf gut 1,35 Millionen Hektar zurückgehen.

Weizenernte über dem Vorjahresniveau erwartet

Die Ernte von Winterweizen wird auf über 4,2 Millionen Tonnen vorausgesagt, was um 1,3 Prozent weniger wäre als im vergangenen Jahr. Diese Einbußen dürften aber durch einen deutlichen Zuwachs der Sommerweizenerzeugung - um 57,4 Prozent auf 203.000 Tonnen - ausgeglichen werden, sodass die gesamte Weizenernte etwas über dem Vorjahresniveau liegen sollte. Allerdings prognostizierte die Statistikbehörde kleinere Ernten bei allen anderen Getreidesorten mit Ausnahme von Hafer, dessen Produktion um 6,2 Prozent gegenüber der Saison 2009 auf rund 176.300 Tonnen zulegen soll.

Gerste: Produktionsrückgang um 14,9 Prozent 

Bei Gerste wird mit einem Produktionsrückgang um 14,9 Prozent auf insgesamt 1,7 Millionen Tonnen gerechnet, darunter bei Sommergerste um 12,2 Prozent auf knapp 1,2 Millionen Tonnen. Außerdem dürfte sich die Erzeugung von Roggen um 26,0 Prozent auf gut 131.800 Tonnen sowie von Triticale um 13,8 Prozent auf 192.000 Tonnen verringern. Dagegen wird ein Zuwachs der Ölrapsproduktion um 1,4 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr auf mehr als 1,1 Millionen Tonnen erwartet, was allein auf eine Ausweitung der Anbaufläche um 3,9 Prozent auf mehr als 368.800 Hektar zurückzuführen ist. (aiz)

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