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Getreide

Ukraine: Hindernisse für Getreideexporte unbegründet

von , am
05.08.2010

Kiew - In der Ukraine dürften keine Exportbeschränkungen für Getreide eingeleitet werden. Das hat der stellvertretende Ministerpräsident des Landes, Sergej Tigipko, deutlich gemacht.

© Mühlhausen/landpixel

Bei einer diesbezüglichen Beratung am Montag gab Tigipko zu, dass die Zollverwaltung sowie die staatliche Eisenbahngesellschaft in der letzten Zeit Schritte vorgenommen hätten, durch welche der Getreideexport praktisch blockiert worden sei, berichten die Landesmedien.

Derartige Entscheidungen der Behörden seien jedoch illegitim und sollten sofort aufgehoben werden, betonte der für die Wirtschaft zuständige Vizepremier. Daher werde er die Bestrafung der dafür verantwortlichen Beamten initiieren.

Ernteprognose steht bei rund 40 Millionen Tonnen 

Laut Pressemeldungen hat die nationale Zollverwaltung die Getreideausfuhren durch zusätzliche Qualitätskontrollen und Abstimmungen in den vergangenen Wochen deutlich erschwert. Laut Tigipko gebe es derzeit keine ökonomischen Gründe für eine Einschränkung der Ausfuhren von Getreide. Die Ernteprognose sei zwar in der vergangenen Woche weiter nach unten korrigiert worden, es würden aber rund 40 Millionen Tonnen erwartet und die Übergangsvorräte zum Anfang des laufenden Wirtschaftsjahres beliefen sich auf etwa sechs Millionen Tonnen.

Ausfuhrpotenzial auf 17 Millionen Tonnen geschätzt

Daraus ergebe sich neben der Deckung des Binnenbedarfs ein Ausfuhrpotenzial von 17 Millionen Tonnen. Die Situation für die Veräußerung von ukrainischem Getreide auf den internationalen Märkten sei zurzeit gerade günstig. Die unrechtmäßigen Export-Hindernisse brächten Produzenten und Exporteuren finanzielle Verluste. Dazu würden das Unternehmens- und Investitionsklima im Land sowie das internationale Ansehen der Ukraine beeinträchtigt. (aiz)

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