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Getreide

Ukraine: Neue Weizenernte um 40 Prozent größer

© Mühlhausen/landpixel
von , am
06.05.2013

Neue Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums in Kiew gehen davon aus, dass die Weizenernte in der Ukraine um über 40 Prozent steigt.

In der letzten Woche konnte der Weizen an den euopäischen Märkten zulegen. © Mühlhausen/landpixel
Die neue Weizenernte in der Ukraine wird deutlich größer ausfallen als 2012. Grundlage des erwarteten Produktionszuwachses ist die kräftige Ausweitung der Anbaufläche um rund eine Million Hektar bzw. 18 Prozent (%) auf 6,65 Millionen Hektar. Die Produktion wächst mit 40 % aufgrund der höheren Erträge sogar noch weitaus stärker. Davon geht das Büro des US-Landwirtschaftsministeriums in Kiew jetzt auf Basis von den ukrainischen Behörden erhobenen Daten aus.

Weizenernte steigt um sieben Millionen Tonnen

Auf Basis dieser sehr gute Voraussetzungen liegen die derzeitigen Schätzungen zur ukrainischen Weizenernte jetzt bei 22,6 Millionen Tonnen (Mio. t). Damit wäre die neue Ernte knapp sieben Millionen Tonnen oder 43 % größer als im letzten Jahr. Gleichzeitig wird mit dieser Produktion die Erntemenge von vor zwei Jahren (22,3 Mio. t) erreicht. Im Unterscheid zur damaligen Situation sind jedoch die Weizenbestände in der Ukraine derzeit deutlich kleiner. Zum Beginn des neuen Wirtschaftsjahres dürften die Weizenbestände mit 2,2 Mio. t etwa 60 % oder 3,1 Mio. t niedriger sein als im vorigen Jahr und ebenfalls gut eine Millionen Tonnen niedriger als vor zwei Jahren.

Exporte wachsen um 70 Prozent

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Den möglichen Export schätzten die US-Experten auf Basis der vorliegenden Daten auf elf Millionen Tonnen. Im Vergleich zum noch bis Juni dauernden Wirtschaftsjahr wäre dies ein Zuwachs der Ausfuhren um 4,5 Mio. t bzw. 70 %. Für das zu Ende gehende Wirtschaftsjahr liegen die derzeitigen Exportschätzungen bei 6,5 Mio. t bis sieben Millionen Tonnen. Bis Ende April waren bereits 6,5 Mio. t Weizen exportiert. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat nun bis zum Ende des Wirtschaftsjahres alle noch bestehenden Auflagen für den Export aufgehoben. Analysten halten im Mai und Juni durchaus noch Ausfuhren von 0,3 Mio. t bis 0,5 Mio. t für möglich.

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