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Getreide

Umfrage: PSM-Maßnahmen im Winterweizen

von , am
03.06.2014

Mit der Blühphase beginnt im Winterweizen das kritische Stadium für Infektionen mit Ährenfusariosen. Auch im Hinblick auf andere pilzliche Erreger ist jetzt noch eine Maßnahme ratsam. Wie planen Sie?

Welche Fungizidmaßnahmen planen sie noch auf ihrem Weizenschlägen? © Mühlhausen/landpixel
Ährenfusariosen können Ertragsverluste und Qualitätseinbußen sowie eine erhöhten Mykotoxinbelastung des Erntegutes verursachen, schreibt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in seinem aktuellen Pflanzenbaurat. Das Aufquellen der Perithecien (Fruchtkörper des Pilzes) auf den Vorfrucht-Stoppelresten von Mais und Getreide wird durch feuchte Witterungsbedingungen begünstigt, so dass bei niederschlagsreicher feuchter Witterung von einem hohen Ascosporenflug auszugehen ist.
 
Das Infektionspotential wird hauptsächlich von der Vorfrucht und den Ernterückständen, dem Inokulum, bestimmt. Besonders Mais, Weizen oder Erbsen können Fusarien in der Ähre fördern. Ausgehend vom Inokulum wird der Infektionsdruck durch die Witterung zum Zeitpunkt der Weizenblüte beeinflusst. Niederschläge und hohe Temperaturen (> 18 °C) wirken befallsfördernd. Die Konidien (Pyknidien) auf den Ernteresten konnten aufgrund der hohen Temperaturen und Niederschläge im Frühjahr gut gebildet werden. Vermutlich wird ein kurzer Regenschauer ausreichen, um die Sporulation auszulösen, heißt es in unserem Vegetationsreport aus der letzten Woche.

Erste Spritzung muss zügig erfolgen

Die erste Fungizidspritzung auf die Ähre muss zügig erfolgen, spätestens wenn die ersten Staubbeutel an der Ähre sichtbar sind. In diesem Jahr kann es schwierig sein, den richtigen Zeitpunkt für die Maßnahme zu finden. Vor allem die gestressten und ausgewinterten Bestände haben schwache Nebentriebe, die ihre Ähren später schieben werden. In diesem Fall ist eine zweimalige Behandlung innerhalb einer Woche ratsam.

Gelbrost breitet sich aus

Auch beim Gelbrost werden die Sporen durch Wind und Regentropfen verbreitet. Viele Winterweizenbestände mussten in diesem Jahr bereits früh (EC29/30) gegen Gelbrost behandelt werden. Die Dauerwirkung dieser Maßnahmen dürfte in Abhängigkeit des Applikationstermins der gewählten Produkte und deren Aufwandmenge nun auslaufen. Der Pilz breitete sich von Westen nach Osten aus. Eine Bekämpfung sollte zügig durchgeführt werden. Rost-wirksame Azole zeigen eine gute Wirkung.

Welche Maßnahmen planen Sie noch in diesem Jahr auf ihren Weizenschlägen um einen optimalen Ertrag zu sichern? Nehmen Sie an der rechts stehenden Umfrage teil.
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