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Getreide

Umfrageergebnis: Septoria Blattdürre am häufigsten

von , am
15.04.2014

Auf deutschen Weizenschlägen waren in den letzten Wochen diverse Krankheitssymptome zu erkennen. Laut dem agrarheute-Umfrageergebnis trat Septoria tritici am häufigsten auf.

Septoria Blattdürre ist aktuell vermehrt in Weizenbeständen zu finden. © landpixel
In vielen Regionen Deutschlands befindet sich der Weizen im Stadium EC 31. Jetzt gilt es auf Krankheiten und Fusarien zu achten. Welche Blattkrankheiten in den letzten zwei Wochen vermehrt auf den Weizenfeldern zu erkennen waren, haben unsere Leser in der aktuellen agrarheute-Umfrage mitgeteilt. Am häufigsten verbreitet ist laut Umfrageergebnis momentan Septoria tritici. 32 Prozent der Umfrageteilnehmer (115 Stimmen) gaben an, dass die Septoria Blattdürre in ihren Weizenbeständen vermehrt zu finden sei.

Mehltau und Gelbrost verbreitet

An zweiter Stelle stehen Mehltau und Gelbrost. Jeweils ein Viertel, sprich 24,5 Prozent (88 Stimmen) der teilnehmenden Landwirte, machten ihr Kreuz bei diesen Blattkrankheiten. Braunrost dominierte bei 13,4 Prozent (48) die Weizenbestände. DTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repenti) machte nur bei gut 5 Prozent (20) der Weizenbauern den Hauptbefall aus. Insgesamt nahmen 359 Landwirte an der Umfrage teil.
 

Maßnahmen ergreifen

Bei deutlich erkennbarem Auftreten von Septoria tritici auf den unteren Blättern sollte eine PS-Maßnahme in den nächsten Tagen erfolgen, um eine starke Ausbreitung, empfiehlt Pflanzenbauexpertin Kathleen Bremer. Mehltau und Rost haben nur eine geringe Inkubationszeit von etwa 80 (Mehltau) bzw. 150 (Rost) Gradtagen.
 
Sie gehören zu den echten Parasiten, die sich auf intaktem Gewebe ernähren und vermehren. Sie verbrauchen Assimilate, aber zerstören das Gewebe nicht durch eine Toxinproduktion wie es beispielsweise von Septoria tritici bekannt ist. Echte Parasiten können noch bekämpft werden, wenn bereits Symptome zu erkennen sind, so Bremer.
 

Vegetationsreport: Septoria tritici im Getreide

 
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