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Getreideherbizide

Ungräser im Wintergetreide: Rechtzeitig handeln

Herbizideinsatz in Winterweizen
© agrarfoto
von am
20.10.2017

Das Wintergetreide ist im Boden. Jetzt geht es um Ackerfuchsschwanz und Windhalm und darum, Resistenzen zu vermeiden. Welche Mittel Sie wählen können.

Beim Wintergetreide steht jetzt die Ungrasbekämpfung an. Ackerfuchsschwanz und Windhalm drohen, und im Hintergrund schwebt das Damoklesschwert Herbizidresistenz.

Wenn Ackerfuchsschwanz oder Windhalm bis Ende Oktober das Zweiblattstadium (BBCH 12) erreicht haben, ist eine Herbstbehandlung sinnvoll. Hier die Empfehlung des Landratsamts Heilbronn in Baden-Württemberg.

Sind neben den Ungräsern auch dikotyle Unkräuter schon stärker vorhanden? Falls ja, ist ist ein Breitbandherbizid angezeigt, falls nein, ein vorwiegend gräserwirksames Mittel.

Mittel für frühe Nachbehandlungen

Bei einer zeitigen Nachauflaufbehandlung mit entsprechender Bodenfeuchte kommen Bodenherbizide in Frage, beispielsweise:

  • Boxer (3,0 l/ha),
  • Bacara Forte+Cadou SC (0,75+0,3),
  • Herold SC (0,6) oder
  • Malibu (4,0).

Achtung, neue Auflagen bei Pendimethalin

Diese neuen Einsatzauflagen für Herbizide mit Pendimethalin (Stomp-Produkte, Picona, Malibu u.a.) oder Prosulfocarb (Boxer und andere) müssen Sie unbedingt einhalten:

  • Wasseraufwandmenge: mindestens 300 l/ha,
  • Abdriftminderungsklasse: 90 Prozent auf der gesamten zu behandelnden Fläche,
  • Fahrgeschwindigkeit: max. 7,5 km/h
  • Windgeschwindigkeit: max. 3 m/s

Dabei ist immer die Gebrauchsanweisung des Mittels einzuhalten.

Mit Material von LRA Heilbronn

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