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Getreide

USA: Höhere Weizenbestände erwartet

von , am
13.09.2010

Washington - Nach der neuen US-Schätzung wird die weltweite Weizenernte rund 2,7 Millionen niedriger ausfallen als noch im August geschätzt. Allerdings soll auch der weltweite Verbrauch sinken, meinen die US-Experten.

© Graf

Sie gehen von einem Rückgang um 3,7 Millionen Tonnen aus. Da das US-Landwirtschaftsministerium auch die Anfangsbestände erhöht hat, steigen die Weizenbestände weltweit um drei Millionen auf 177 Millionen Tonnen.

Im Gegensatz dazu hatte der Internationale Getreiderat die Endbestände für Weizen Ende August indes um acht Millionen auf 184 Millionen Tonnen verringert. Er ging damlas von einem unveränderten, bis leicht steigenden Verbrauch gegenüber seiner Schätzung Ende Juli aus.

Mehr kanadische Exporte

Nach Einschätzung der USA müssen Europas Weizenexporteure zudem mit höheren Exportmengen aus Kanada rechnen. Kanada könnte in der laufenden Vermarktungskampagne 17,5 Millionen Tonnen Weizen exportieren, zwei Millionen Tonnen mehr als bisher gedacht, da auch die Weizenernte dort um zwei Millionen Tonnen besser ausfiel. Auch aus diesem Grund könnten die Weizenausfuhren der 27 EU-Partnerländer im laufenden Wirtschaftsjahr von 24 auf 21 Millionen Tonnen sinken, allerdings ist auch die EU-Weizenernte erneut um 2,5 Millionen Tonnen niedriger eingestuft. Da in der EU auch der Verbrauch sinken könnte, gehen die USA von höheren Endbeständen in der EU aus. (dlz agrarmagazin)

Hören Sie dazu am morgigen Dienstag auf agrarheute.com ein Interview mit Dr. Henning Ehlers, Abteilungsleiter Warenwirtschaft Deutscher Raiffeisenverband.

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