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Getreide

USDA: 719 Millionen Tonnen Weizen

von , am
13.05.2015

Die Analysten rechnen mit der bislang zweitgrößten globalen Weizenernte von 719 Millionen Tonnen. Auch in Europa bleiben die Schätzungen nur knapp hinter der Rekordernte aus dem vergangenen Jahr zurück.

Englische Landwirte holten sich dank einer perfekten Saison den Weltrekord für die Weizenernte. © Mühlhausen/landpixel
Mit etwas höheren Preisen bei Weizen und Mais sowie deutlich nachgebenden Kursen bei Sojabohnen reagierten der Terminmarkt in Chicago am Dienstag Abend unmittelbar nach Veröffentlichung auf die Ergebnisse des neuen USDA-Reports. Das berichtet Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanger. Am europäischen Terminmarkt veränderten sich die Preise für Weizen kaum, während der Mais etwas nachgab und der Raps zunächst deutlich ins Minus rutschte. Ursache für den Anstieg der Weizenpreise in den USA war die unter den Erwartungen der Analysten bleibende Ernteschätzungen für die neue Weizenernte in den USA.

Zweitgrößten globale Weizenernte

Nicht unbedingt wie zuvor erwartet waren die Einschätzungen des USDA zum globalen Weizenmarkt. Zum einen nehmen die globalen Weizen-Bestände in der nächsten Saison 2015/16 trotz einer etwas kleineren globalen Ernte zu. Die Analysten hatten eine moderate Abnahme erwartet. Grund für den Anstieg ist der neben der bislang zweitgrößten globalen Weizenernte von 719 Millionen Tonnen (Mio t) der nur sehr gering steigende Verbrauch von knapp 717 Mio. t. Dieser wird durch die erwartete Erntemenge gedeckt. Hier hatte sowohl die US-Analysten als auch der IGC zuvor eine Deckungslücke gesehen. Dabei hat das USDA die neuen US-Ernte mit 56,8 Mio. t sogar etwas kleiner eingeschätzt als Analysten zuvor erwartet hatten, jedoch immer noch größer als im Vorjahr mit 55,1 Mio. t.

Europas Weizenernte wieder auf Rekrodniveau

Für die Europäische Union hat das USDA die neue Weizenernte auf 150,3 Mio. t geschätzt und damit am oberen Ende der Erwartungen und nur etwas kleiner als die Rekordernte aus dem vorigen Jahr von 156,4 Mio. t. Die europäischen Exporte werden im neuen Wirtschaftsjahr bei 32,5 Mio. t erwartet und damit nur wenig kleiner als der Rekordwert aus der zu Ende gehenden Saison von 34,5 Mio. t.
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